Wirtschaft

Wall Street verliert an Schwung Jobdaten sorgen für Ernüchterung an US-Börsen

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Zwischenzeitlich hatte sich der US-Arbeitsmarkt vom Corona-Einbruch etwas erholt. Nun gab es erneut einen Dämpfer.

(Foto: picture alliance/dpa/SOPA Images via ZUMA Wire)

Nach zwei Tagen in Folge mit Gewinnen dämpfen die enttäuschenden US-Arbeitsmarktdaten die Kauflaune der Anleger an der Wall Street. Während Fluggesellschaften wie Southwest Airlines und American Airlines ins Straucheln kommen, überraschen ein Schuhunternehmen und ein Lieferdienst mit Umsatzplus.

Nach einer zweitägigen Erholung ist die Luft an der Wall Street raus. Für etwas Ernüchterung sorgen die wöchentlichen Arbeitsmarkdaten, die deutlich schlechter als erwartet ausgefallen sind. Auch die Hausverkäufe und die Frühindikatoren verfehlten die Prognosen leicht. "Eine gewisse Holprigkeit ist zu erwarten", sagt Makrostratege Sebastien Galy von Nordea Asset Management mit Blick auf die Arbeitsmarktdaten. Die Daten offerierten der US-Notenbank aber ein Fortfahren mit der geldpolitischen Stimuli.

S&P 500
S&P 500 4.396,47

Der Dow-Jones-Index gewinnt 0,1 Prozent und steigt auf 34.823 Punkte. Der breit gefasste S&P 500 und der technologielastige Nasdaq legt um 0,2 beziehungsweise 0,4 Prozent zu.

Überraschendes Umsatzplus bei Domino's

Der Chemiekonzern Dow hatte bei Ergebnis und Umsatz die Erwartungen übertroffen. Die Aktie kletterte um 1,3 Prozent. Ebenfalls rückt die Telekomgesellschaft AT&T am US-Aktienmarkt ins Rampenlicht. Auf Basis eines überraschend starken Kundenwachstums hob der Mobilfunker seine Gesamtjahresziele an. Das Unternehmen peilt nun ein Umsatzplus von zwei bis drei statt rund ein Prozent an.

Southwest Airlines
Southwest Airlines 43,02

Southwest Airlines hat auf bereinigter Basis einen höher als befürchtet ausgefallenen Verlust geschrieben, was die Aktie um 3,5 Prozent drückt. Dagegen fiel der bereinigte Verlust bei American Airlines niedriger aus als prognostiziert, die Aktie gibt dennoch 1,1 Prozent nach.

Die Papiere von Crocs gewannen dagegen knapp 14 Prozent und waren mit 136,50 Dollar zeitweise so teuer wie noch nie. Der Clog-Anbieter übertraf mit einem Quartalsumsatz von 641 Millionen Dollar und einem Gewinn von 2,23 Dollar je Aktie die Markterwartungen.

Dank neuer Gerichte erfreute Domino's Anleger mit einem überraschenden Umsatzplus von 3,5 Prozent. Die Pizzakette könnte ihr Pandemie-bedingtes Wachstum beschleunigen, lobte Analyst Peter Saleh vom Brokerhaus BTIG. Die Papiere des Unternehmens stiegen um bis zu 14,2 Prozent auf ein Rekordhoch von 537,08 Dollar.

Ölpreis im Aufwind - Bitcoin stagniert

Rohöl (WTI)
Rohöl (WTI) 74,19

Unterdessen zog der Ölpreis erneut an. Die US-Sorte WTI gewann 1,6 Prozent auf 71,42 Dollar je Barrel (159 Liter). Auch mit der von den großen Exportländern beschlossenen Lockerung der Förderbremse werde die Nachfrage das Angebot in den kommenden Monaten übersteigen, prognostizierten die Analysten der Bank Morgan Stanley.

Bei den Kryptowährungen baute Bitcoin seine jüngsten Kursgewinne kaum aus, obwohl Tesla-Chef Elon Musk in Aussicht gestellt hat, dass der Elektrobauer die Cyber-Devise wieder als Zahlungsmittel akzeptieren wird. "Die Tage, dass Musk mit einer verbalen Intervention die Märkte nachhaltig beeinflussen kann, sind fürs Erste scheinbar gezählt", sagte Analyst Timo Emden von Emden Research. In den vergangenen Monaten hatte der Tesla-Chef mit Tweets mehrfach Kurskapriolen bei Bitcoin & Co ausgelöst.

Quelle: ntv.de, sbl/rts/DJ

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