Wirtschaft

Filialsterben nach der Fusion? Karstadt-Chef kämpft "um jedes Haus"

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(Foto: picture alliance/dpa)

Die Warenhaus-Fusion soll Kaufhof und Karstadt fit für die Zukunft machen. Umfangreiche Filialschließungen soll es nach dem Zusammenschluss nicht geben. Der neue Chef des Einzelhandelsriesen kündigt einen "harten Kampf" um jede Niederlassung an.

Beim Zusammenschluss der Warenhäuser Kaufhof und Karstadt soll es keine umfangreichen Filialschließungen geben. Die Filialen "sind und bleiben das Herzstück", sagte der bisherige Karstadt-Chef und neue Chef beider Häuser, Stephan Fanderl, der "Bild am Sonntag". "Wir leben nicht davon, Filialen zu schließen, sondern davon, sie erfolgreich zu betreiben."

Dass um jedes einzelne Haus gekämpft werde, habe man schon bei Karstadt gezeigt. "Auch bei Kaufhof wird es ein harter Kampf, jede einzelne Filiale zurück in die schwarzen Zahlen zu führen", sagte Fanderl der Zeitung. "Umfangreiche Schließungen wird es nicht geben." Die Namen Kaufhof und Karstadt sollen erhalten bleiben.

Zuschlag für Essen oder Köln?

Der neue Warenhausriese wird europaweit 243 Standorte haben und rund 32.000 Mitarbeiter beschäftigen. Die Entscheidung, ob die Zentrale künftig in Essen oder Köln sein soll, ist seinen Angaben zufolge noch offen. Beide Standorte kommen laut Fanderl in Betracht. Anfang 2019 soll es dazu eine Entscheidung geben.

Der Zusammenschluss soll die Warenhäuser wieder wettbewerbsfähig machen. Kaufhof und Karstadt macht seit Jahren der Siegeszug von Billiganbietern wie Primark sowie der Aufstieg der Online-Händler wie Amazon oder Zalando zu schaffen. Eine weitere starke Konkurrenz sind die großen Einkaufszentren, die allerdings ebenfalls unter dem Boom des Online-Handels leiden.

Quelle: n-tv.de, mmo/dpa

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