Wirtschaft

Bemerkenswertes Logo Kreml will "Onkel Wanja" statt McDonald's

Kommt Ihnen dieses Logo bekannt vor?

Erinnert Sie das an ein anderes Logo?

Die russische Führung hatte schon vor dem Krieg in der Ukraine vor, dass heimische Produktionen ausländische Waren verdrängen. Den Rückzug von McDonald's will der Kreml nutzen, um eine russische Fast-Food-Kette an den Start zu bringen. Das geplante Logo kommt einem irgendwie bekannt vor.

Nachdem McDonald's wegen des Kriegs in der Ukraine die 850 Filialen in Russland dichtgemacht hat, plant der Kreml eine patriotische Alternative. Eine russische Fast-Food-Kette soll die Amerikaner ersetzen. Der Name: "Onkel Wanja". Nun wurde das angedachte neue Logo veröffentlicht - das recht unsubtil an das von McDonald's erinnert.

Der Entwurf wurde am Sonntag der für geistiges Eigentum zuständigen Behörde vorgelegt. Zuvor hatte Parlamentschef Wjatscheslaw Wolodin angekündigt, in Kürze werde es "Onkel Wanja"-Filialen in Russland geben.

Das Logo erscheint wie eine Satire - ist es aber offensichtlich nicht. Die Designer entschieden sich für ein gelbes, kyrillisches "W" (für "Wanja") auf rotem Grund - das ziemlich exakt so aussieht wie das auf die Seite gedrehte ikonografische, bogenförmige "M" der US-amerikanischen Kette.

Wie nicht anders zu erwarten, sorgte das Projekt in den sozialen Netzwerken für Spott. Ein paar der Vorschläge für russische Alternativen zu westlichen Firmen, die das Land verlassen haben: "Netflix" könne durch "Njetflix" und "Visa" durch "Hasta la visa" ersetzt werden.

Moskaus Bürgermeister Sergey Sobjanin kündigte derweil an, die Stadt stelle umgerechnet fast vier Millionen Euro zur Verfügung, um die russische Fast-Food-Kette an den Start zu bringen. Berichten zufolge stehen auch eine Reihe von Geschäftsleuten hinter dem Projekt. Das offizielle Ziel: Die Produkte sollen "hundertprozentig russisch" sein. Außerdem sollen die Preise tiefer sein als bei McDonald's.

Die Entscheidung der Amerikaner, die Geschäfte in Russland zu stoppen, ist eine Zäsur. Als der Konzern 1990 seine erste Filiale in Moskau eröffnete, war das ein Symbol für das Ende des Kommunismus und der russischen Isolation.

Quelle: ntv.de, jga

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