Wirtschaft

Prognose angehoben Linde spürt Erfolge der Fusion früher

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Für Linde zahlt sich die Fusion schneller aus als gedacht.

(Foto: imago/allOver)

Beim Industriegasekonzern Linde schlagen sich die Auswirkungen des Zusammenschlusses mit dem US-Konzern Praxair schneller erfolgreich in der Bilanz nieder als erwartet. In der Folge steckt sich der das Unternehmen neue Ziele für das Restjahr.

Der weltgrößte Industriegasekonzern Linde will gleich im ersten Jahr die Früchte seiner Fusion einfahren. Das aus der amerikanischen Praxair und der Münchner Linde AG entstandene Unternehmen schraubte die Gewinnprognose trotz einer schwächelnden Konjunktur und negativer Wechselkurseffekte nach oben: Das Ergebnis soll in diesem Jahr um 9 bis 13 Prozent auf bis zu 7,00 Dollar je Aktie steigen. Die Synergieeffekte aus der Zusammenführung der beiden Unternehmen fielen größer aus als bisher gedacht, hieß es.

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Positiv wirkt sich auch die veränderte Kapitalstruktur aus: Mit einem milliardenschweren Aktienrückkauf sinkt die Zahl der Papiere, was den Gewinn je Aktie nach oben treibt. Der ehemalige Praxair-Chef Steve Angel, der den fusionierten Konzern aus Danbury im US-Bundesstaat Connecticut führt, zeigte sich zufrieden. Das neue Unternehmen habe seit dem Vollzug der Fusion am 1. März einen guten Start erlebt, erklärte er. "Ich erwarte, dass wir diesen Schwung mitnehmen und die Qualität des Geschäfts unabhängig vom wirtschaftlichen Umfeld weiter verbessern können."

In den ersten drei Monaten des Jahres wurden die Umsätze und Gewinne von den bilanziellen Folgen des Zusammenschlusses und von Währungseffekten geprägt. Der fusionierte Konzern legt seine Zahlen in Dollar vor, der Währung, in der auch der Großteil des Geschäfts abgewickelt wird. Wegen der zum Euro und den meisten anderen Währungen anziehenden US-Währung trat Linde beim Umsatz mit 6,91 Milliarden Dollar auf der Stelle. Ohne die Wechselkurseffekte hätte der Umsatz dank Preiserhöhungen und größerer Verkaufsmengen um fünf Prozent zugelegt. Auf das Jahr hochgerechnet, geht Linde davon aus, dass die Wecchselkurse das Geschäft mit drei Prozent belastet. Die Münchner Linde AG hatte stets von einem starken Dollar profitiert.

Das operative Ergebnis der Linde plc lag - bereinigt um die Bilanzeffekte der Fusion und die von den Wettbewerbshütern erzwungenen Verkäufe - mit 1,22 Milliarden Dollar leicht über Vorjahr. Währungsbereinigt wäre das Ergebnis sieben Prozent besser ausgefallen als ein Jahr zuvor. Unter dem Strich blieben mit 927 Millionen Dollar elf Prozent mehr.

Quelle: n-tv.de

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