Wirtschaft

Abbau weiterer 10.000 Stellen Lufthansa schließt Kündigungen nicht aus

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Lufthansa-Chef Carsten Spohr rüstet sich für ein weiteres schwieriges Corona-Jahr.

(Foto: picture alliance/dpa)

Der durch die Pandemie schwer getroffene und staatlich gestützte Konzern will weitere Stellen streichen. Die Bilanz des Konzerns ist auch im ersten Quartal tiefrot. Vorstandschef Spohr verbreitet trotzdem Optimismus.

Die Lufthansa schließt in der Corona-Krise betriebsbedingte Kündigungen nach Ende der Kurzarbeit im kommenden Jahr nicht aus. Dies werde rechtlich vorbereitet, erklärte Finanzchef Remco Steenbergen.

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Er bezifferte den aktuellen Personalüberhang auf 10.000 Vollzeitstellen in Deutschland. Darüber stünden neue Verhandlungen mit der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit sowie mit der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi für das Bodenpersonal an, da die Vereinbarungen mit diesen beiden bis Ende 2021 gelten. "Wir hoffen, dass wir im Lauf des Jahres zu guten Vereinbarungen über Kostensenkungen kommen und nicht zu betriebsbedingten Kündigungen greifen müssen", sagte Steenbergen.

Die weltweite Belegschaft der Lufthansa schrumpfte in der Corona-Krise von einst knapp 140.000 auf zuletzt rund 111.000 Frauen und Männer. In Deutschland hätten bisher 8000 Mitarbeiter das Unternehmen verlassen. Vorstandschef Carsten Spohr ergänzte, bei den Flugbegleitern und dem Bodenpersonal seien Abfindungsvereinbarungen zum freiwilligen Ausscheiden einfacher zu erzielen als bei den Piloten. Im Cockpit setze er deshalb auf mehr Bereitschaft zu Teilzeitarbeit.

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Ein großer Teil der Lufthansa-Beschäftigten in Deutschland ist bis Jahresende in Kurzarbeit. So lange das gilt, kann nicht betriebsbedingt gekündigt werden, denn die Zeit soll genutzt sein für Vereinbarungen mit der Arbeitnehmerseite über sozialverträgliche Lösungen.

Im ersten Quartal diesen Jahres verbuchte die Deutsche Lufthansa wegen der Corona-Pandemie erneut ein Minus in Höhe von einer Milliarde Euro. Der Umsatz sank um 60 Prozent auf 2,6 Milliarden Euro. Im Vorjahreszeitraum, als die Pandemie den Flugverkehr im März fast vollständig zum Erliegen gebracht hatte, war der Quartalsverlust mit 2,1 Milliarden Euro mehr als doppelt so hoch ausgefallen - obwohl der Umsatz mit 6,4 Milliarden Euro noch größer war.

Quelle: ntv.de, ddi/rts

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