Wirtschaft

Folge der Corona-Krise Lufthansa stellt Tochter Germanwings ein

129382943.jpg

Der Vorstand erwartet keine schnelle Rückkehr der Luftverkehrsindustrie auf das Niveau vor der Corona-Krise.

(Foto: picture alliance/dpa)

Die Corona-Krise führt zum Ende der Fluggesellschaft Germanwings. Der Flugbetrieb werde eingestellt, die Airline geschlossen, teilt die Muttergesellschaft Lufthansa mit.

Die Lufthansa stellt den Flugbetrieb ihres Tochterunternehmens Germanwings ein. Das teilte der Konzern in einer Erklärung zu ersten Restrukturierungen infolge der Corona-Krise mit. Alle daraus resultierenden Optionen sollten mit den Sozialpartnern besprochen werden, hieß es weiter. Die Gewerkschaften hatten sich gegen ein vorschnelles Ende der Germanwings gestellt, für die bereits keine Vereinbarung zur Aufstockung des Kurzarbeitergelds zustande gekommen war.

Lufthansa
Lufthansa 9,27

Lufthansa beschloss in Erwartung langfristiger Auswirkungen durch die Corona-Krise weitreichende Maßnahmen, um sowohl die Flotte zu verkleinern als auch Arbeitsplätze in der Verwaltung abzubauen. Wie viele Stellen konzernweit abgebaut werden sollen, teilte die Fluggesellschaft nicht mit.

Ziel sei es, "möglichst vielen eine Weiterbeschäftigung innerhalb der Lufthansa Group zu bieten". Dafür wolle der Dax-Konzern zügig Gespräche mit den Sozialpartnern vereinbaren, um unter anderem über neue Beschäftigungsmodelle möglichst viele Arbeitsplätze zu sichern. Eine Vielzahl von Flugzeugtypen soll stillgelegt werden, bei der Tochter Eurowings soll das bereits vor der Krise festgelegte Ziel, den Flugbetrieb auf eine Einheit zu bündeln, nun beschleunigt umgesetzt werden.

Mehrere A380 werden vorzeitig ausrangiert

Bei der Kerngesellschaft Lufthansa sollen dauerhaft 18 Langstreckenflugzeuge und elf Mittelstreckenjets am Boden bleiben. Darunter sind sechs Maschinen des Superjumbos Airbus A380, die ohnehin ab 2022 an den Hersteller Airbus zurückgehen sollten. Auch das Langstreckenangebot der Eurowings wird deutlich verkleinert, wie der Vorstand beschlossen hat.

Auch für die übrigen Töchter Brussels, Austrian und Swiss kündigte der Konzern Flugzeugstilllegungen an. Zugleich wurden sämtliche Mietverträge mit anderen Fluggesellschaften gekündigt. Der Vorstand erwartet keine schnelle Rückkehr der Luftverkehrsindustrie auf das Niveau vor der Corona-Krise. Nach seiner Einschätzung werde es Monate dauern, bis die globalen Reisebeschränkungen vollständig aufgehoben sind, und Jahre, bis die weltweite Nachfrage nach Flugreisen wieder dem Vorkrisen-Niveau entspricht.

Quelle: ntv.de, vpe/AFP/DJ/dpa