Wirtschaft

Gesamtverkauf wackelt Metro sucht Plan B für Real-Zerschlagung

67085535.jpg

Metro-Chef Olaf Koch hatte im vergangenen Jahr angekündigt, Real verkaufen zu wollen.

(Foto: picture alliance / dpa)

Der Verkaufsprozess der Metro-Tochter Real läuft nicht wie geplant. Immobilien und Betrieb könnten laut Medienberichten bei der bevorstehenden Zerschlagung getrennt werden. Das würde beim Konzern für erheblichen Kosten sorgen.

Der geplante Verkauf der Metro-Supermarktkette Real stößt offenbar auf Schwierigkeiten. Der Einzelhandelskonzern erwägt einem Zeitungsbericht zufolge nun doch einen getrennten Verkauf des Betriebs der Supermarktkette und der Immobilien. Parallel zu Gesprächen mit Investoren-Konsortien über den eigentlich angestrebten Gesamtverkauf verhandele Metro mit dem Einkaufsverbund Markant darüber, nur den Betrieb abzugeben, berichtete das "Handelsblatt".

Metro
Metro 4,89

Dabei würde der Konzern noch Geld drauflegen: Der Kaufpreis liege zwar bei 99 Millionen Euro, Metro würde vor dem Verkauf aber 300 Millionen an Kapital einbringen, hieß es in dem Bericht unter Berufung auf Unterlagen. Der "Börsen-Zeitung" zufolge ist eines der Konsortien aus dem Bieterverfahren um einen Gesamtverkauf ausgestiegen.

Im Frankfurter Frühhandel fielen die im MDax gelisteten Metro-Aktien um drei Prozent. Metro-Chef Olaf Koch hatte im vergangenen Jahr angekündigt, Real verkaufen zu wollen. Die Gespräche darüber sind in die heiße Phase eingetreten. Insidern zufolge verhandelte Metro mit dem Immobilieninvestor X+Bricks sowie einem Konsortium der Redos-Gruppe, der auf Handelsimmobilien spezialisierten ECE und Morgan Stanley Real Estate.

Das Konsortium um Redos habe sich nun aber aus dem Prozess verabschiedet, berichtete die "Börsen-Zeitung". Metro habe darauf bestanden, dass der Käufer das kartellrechtliche Risiko vollständig übernehme, das habe das Konsortium aber abgelehnt, hieß es in dem Bericht. Zuletzt hatte der Gesamtbetriebsratsvorsitzende von Metro, Werner Klockhaus, vor einer Zerschlagung von Real gewarnt.

Quelle: n-tv.de, mba/rts