Wirtschaft

"Geschäft heute nicht gesund"Microsoft streicht 4800 Jobs in Xbox-Sparte

06.07.2026, 18:34 Uhr
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Microsoft hatte bereits nach der rund 69 Milliarden Dollar schweren Übernahme des Videospiel-Konzerns Activision Blizzard Ende 2023 tausende Jobs gekürzt.

Microsoft wird im Zuge der Umstrukturierung seiner angeschlagenen Videospielsparte Xbox tausende Mitarbeiter vor die Tür setzen. In einer Mail an die Beschäftigten kündigt die Chefin Sharma außerdem den "bedeutendsten Umbau der Xbox-Geschichte" an.

Der US-Konzern Microsoft hat den Abbau von 4800 Stellen angekündigt. Betroffen sind die Bereiche für Xbox-Spielkonsolen und Geschäftskunden, wie Microsoft mitteilte. "Unser Geschäft ist heute nicht gesund", schrieb Xbox-Chefin Asha Sharma in einer E-Mail an die Mitarbeiter. So durchlaufe manche Arbeit 14 Management-Ebenen und die komplexe Organisation bremse Entscheidungen. Nach dem "Reset" solle es künftig nur noch drei bis fünf Management-Stufen geben.

Zudem verlassen vier Spieleentwickler-Studios den Konzern. Sharma verwies unter anderem darauf, dass die Spielerzahl und die Zeit, die sie mit Gaming auf der Xbox-Plattform verbringen, in den vergangenen Jahren gesunken seien.

Microsoft hatte bereits nach der rund 69 Milliarden Dollar schweren Übernahme des Videospiel-Konzerns Activision Blizzard Ende 2023 tausende Jobs gekürzt. Sharma schrieb zugleich, sie strebe mit dem Umbau ein zukünftiges Wachstum für das Xbox-Geschäft an und wolle, dass das Unternehmen mit der Zeit auf mehr als eine Milliarde Nutzer täglich komme.

In den vergangenen Monaten haben US-Technologiekonzerne nach Angaben des Portals Layoffs.fyi etwa 120.000 Jobs abgebaut. Vor allem Cloud-Anbieter wie Microsoft, Google oder Amazon Web Services (AWS) stehen wegen der steigenden Kosten für den Aufbau neuer Rechenzentren unter Sparzwang. Allein Microsoft will im laufenden Jahr 190 Milliarden Dollar in KI-Infrastruktur investieren.

Gleichzeitig treibt der Bauboom bei Rechenzentren die Preise für Computerchips in die Höhe. Dies dämpft Microsofts Videospiele-Geschäft. Der Konzern musste unlängst die Preise für die Konsole Xbox anheben, obwohl deren Absatz bereits schwächelte. 

Quelle: ntv.de, jki/dpa/rts

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