Wirtschaft

Noch ein Milliardenzukauf Microsoft will KI-Spezialisten übernehmen

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Microsoft sucht aktiv nach Zukäufen.

(Foto: picture alliance / Photoshot)

Softwaregigant Microsoft ist auf Einkaufstour. Eine Milliardenübernahme in diesem Jahr ist bereits abgeschlossen, über eine weitere wird Berichten zufolge verhandelt. Nun wird bekannt, dass sich Microsoft auch den KI-Spezialisten Nuance Communications einverleiben will.

Microsoft will sich einem Insider zufolge mit einem milliardenschweren Zukauf im Geschäft mit Künstlicher Intelligenz (KI) verstärken. Der Softwarekonzern befinde sich in fortgeschrittenen Gesprächen über einen Kauf des KI-Spezialisten Nuance Communications für rund 16 Milliarden Dollar. Das berichten unter anderem Reuters und Bloomberg unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen.

Im Gespräch sei ein Preis, der Nuance mit 56 US-Dollar je Aktie bewerte, sagte der Insider. Möglicherweise werde noch heute eine Vereinbarung bekannt gegeben. Nuance war mit seiner Spracherkennungs-Technologie an der Etablierung des Apple-Dienstes Siri beteiligt. Das Unternehmen aus Burlington in Massachusetts programmiert Software für verschiedene Branchen, darunter die Autoindustrie und den Gesundheitssektor.

Microsoft und Nuance arbeiten bereits zusammen unter anderem an einer Software, die Ärzten mithilfe von KI dabei helfen soll, Patientengespräche zu digitalisieren und in Krankenakten zu integrieren. Ein Zusammenschluss würde zu Microsofts aktuellen Bemühungen passen, sein Angebot für den Gesundheitssektor auszubauen.

Wenn die Übernahme gelingt, wäre es die zweitgrößte in der Geschichte von Microsoft, nachdem der Konzern 2016 die Karriereplattform Linkedin für 26,2 Milliarden Dollar übernommen hatte. Microsoft, selbst mit einer Marktkapitalisierung von fast zwei Billionen Dollar derzeit das zweitwertvollste Unternehmer der Welt, ist zuletzt wieder aktiv auf der Suche nach Möglichkeiten, sich mit Übernahmen in strategisch wichtigen Geschäftsfeldern zu verstärken. In diesem Jahr hat der Softwarekonzern bereits den Videospiel-Produzenten Zenimax für 7,5 Milliarden Dollar gekauft. In der vergangenen Woche war bekannt geworden, dass Microsoft auch den bei Gamern populären Chat-Dienst Discord für mehr als zehn Milliarden Dollar übernehmen will.

Quelle: ntv.de, mbo/rts

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