Wirtschaft

Cloud-Geschäft läuft bestens Microsofts Umsatz knackt 50 Milliarden-Marke

Microsoft übernimmt den Videospieleanbieter Activision Blizzard.

Anleger zeigen sich in einer ersten Reaktion unbeeindruckt von Microsofts Zahlen.

(Foto: Mark Lennihan/AP/dpa)

Microsoft verdient im vergangenen Quartal dank des starken Cloud-Geschäfts mehr als erwartet. Gleichwohl gibt die Aktie in einer ersten Reaktion auf die Zahlen rund 5 Prozent nach. Einige Investoren hätten mit einem noch stärkeren Wachstum der Cloud-Sparte gerechnet.

Der Trend zum hybriden Arbeiten beschert Microsoft glänzende Geschäfte. Von Oktober bis Dezember kletterte der Umsatz um ein Fünftel auf 51,7 Milliarden Dollar, wie der weltgrößte Softwarekonzern nach Börsenschluss mitteilte. Damit knackt Microsoft erstmals die Marke von 50 Milliarden Dollar.

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Dabei hob sich zwar besonders die Cloud-Sparte mit ihrem Azure-Angebot hervor, konnte aber mit ihrem Wachstum die hohen Erwartungen von Analysten nicht erfüllen. Wie auch Amazon und Google profitiert Microsoft davon, dass Arbeitnehmer, Schüler und Studenten in der Corona-Krise verstärkt Zuhause arbeiten. Damit das klappt, benötigen Firmen wie auch Privatleute Speicherplatz und Anwendungen in der Cloud, auf die jeder von überall Zugriff hat.

Microsofts Gewinn legte um 21 Prozent auf 18,8 Milliarden Dollar zu. Das konnte Anleger nachbörslich nicht überzeugen. Die Aktie gab rund fünf Prozent nach. Seit dem Rekordhoch im November hat das Papier rund 16 Prozent verloren - geschuldet zum einen dem jüngsten Ausverkauf von Tech-Aktien an der Wall Street und zum anderen der Ankündigung, den Call-of-Duty-Entwickler Activision Blizzard für 69 Milliarden Dollar übernehmen zu wollen.

Zwar ist Microsoft aus der Arbeitswelt mit Windows, Office und Teams längst nicht mehr wegzudenken. Mit der Übernahme wettet der Konzern aber auf das gerade entstehende Metaversum - einer über verschiedene Geräte und Plattformen zugänglichen virtuellen Welt, die online und offline miteinander verschmelzen soll. Mit dem Kauf von Activision Blizzard würde der XBox-Anbieter zur weltweiten Nummer drei in der Computerspielbranche hinter den asiatischen Rivalen Tencent und Sony aufsteigen. Anleger und Analysten fragen sich, ob sich der sehr teure Zukauf auszahlt. Zuletzt hatte Microsoft aber ein glückliches Händchen - wie bei den Übernahmen von LinkedIn oder Skype.

Quelle: ntv.de, ino/dpa

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