Wirtschaft

"Eine heldenhafte Anstrengung" Milliardär Musk spendet Beatmungsgeräte

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Will, dass die US-Bürger von den Technologien seiner Unternehmen profitieren: Elon Musk.

(Foto: REUTERS)

Erst verharmlost Elon Musk die Coronavirus-Pandemie, dann lebt er sein Helfersyndrom aus. Der Tesla-Chef spendet Beatmungsgeräte an kalifornische Krankenhäuser und will das US-Gesundheitssystem weiter unterstützen. Die Herstellung von Krankenhausbedarf sei ein Kinderspiel für seine Unternehmen.

Tech-Milliardär Elon Musk hat für den Kampf gegen das Coronavirus 1000 Beatmungsgeräte in China gekauft und an Krankenhäuser in Kalifornien gespendet. "Sie sind in Los Angeles angekommen. Es war eine heldenhafte Anstrengung", sagte Gouverneur Gavin Newsom auf einer Pressekonferenz.

Der 48-jährige Tesla-Chef hatte zuvor bereits seine Hilfe via Twitter angeboten. "Wenn Sie ein kostenloses Beatmungsgerät installiert bekommen möchten, lassen Sie es mich wissen", schrieb Musk.

Musk betonte, dass auch die Herstellung von weiterem Krankenhausbedarf ein Kinderspiel für seine Unternehmen sei. "Tesla stellt Autos mit hoch entwickelten Klimaanlagen her. SpaceX stellt Raumfahrzeuge mit lebenserhaltenden Systemen her. Beatmungsgeräte sind da nicht schwierig, können aber nicht sofort hergestellt werden", twitterte er.

Dabei war er nicht immer so enthusiastisch. Anfang März twitterte er noch, dass die Coronavirus-Panik dumm sei. Zudem hatte er fälschlicherweise behauptet, dass Kinder trotz gegenteiliger Beweise "im Wesentlichen immun" gegen das Virus seien.

Tesla hatte in der vergangenen Woche einem Produktionsstopp in seinem Hauptwerk im kalifornischen Fremont aufgrund der Coronavirus-Krise zugestimmt. "Wir halten uns an die gesetzlichen Vorschriften", teilte der US-Elektroautobauer mit. Vorangegangen waren tagelange Diskussionen mit Gesetzesvertretern.

Quelle: ntv.de, mba/dpa