Wirtschaft

Eigentümer prüfen VerkaufMilliardenschwerer Sammelbilder-Verlag Panini unterm Hammer?

02.04.2026, 15:26 Uhr
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An Interessenten für Panini mangelt es nicht. (Foto: IMAGO/Belga)

Nach dem Tod des Vorstandschefs Aldo Hugo Sallustro denkt das italienische Unternehmen Panini über einen Verkauf nach. Zunächst will man noch kräftig von der WM in den USA profitieren. Ein Rechtsstreit ebendort könnte aber auch zum Dämpfer werden.

Die Eigentümer des für seine Sammelbilder bekannten italienischen Unternehmens Panini wollen einem Insider zufolge bis zum Jahresende über einen Verkauf entscheiden. Rund zwei Dutzend potenzielle Käufer, darunter Finanzinvestoren sowie Sport- und Medienkonzerne, hätten bereits Interesse gezeigt, sagte eine mit der Angelegenheit vertraute Person. Die in Modena ansässige Firma strebe eine Bewertung von rund fünf Milliarden Euro an. Eine Stellungnahme von Panini lag bisher nicht vor.

Panini hatte im vergangenen Jahr die Investmentbank Citi als Finanzberater engagiert, um strategische Optionen zu prüfen. Dazu gehören ein vollständiger oder teilweiser Verkauf sowie ein Börsengang. Der neue Vorstoß für einen Verkauf kommt nun nach dem Tod des Anteilseigners und Vorstandschefs Aldo Hugo Sallustro im vergangenen Jahr. Die Eigentümerfamilien Baroni und Sallustro hatten bereits in der Vergangenheit einen Verkauf geprüft.

Ein Abschluss in diesem Jahr könnte von der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 profitieren, die traditionell für einen Schub beim Kerngewinn sorgt. Eine Bewertung des Familienunternehmens ist jedoch schwierig. Grund dafür sind schwankende Erträge. Zudem verwiesen zwei mit der Sache vertraute Personen aus Finanzkreisen auf zusätzliche Unsicherheit durch eine Klage in den USA.

Panini befindet sich in einem Rechtsstreit mit dem US-Sportartikelkonzern Fanatics. Dabei geht es um exklusive Lizenzrechte, die zuvor bei dem italienischen Unternehmen lagen. Panini America hatte Fanatics 2023 vor einem US-Gericht verklagt und dem Rivalen wettbewerbswidrige Praktiken vorgeworfen. Dem Insider zufolge kommt Fanatics als Käufer nicht infrage. Dessen Chef Michael Rubin hatte im Dezember erklärt, er habe kein Interesse an einem Kauf von Panini.

Quelle: ntv.de, mba/rts

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