Wirtschaft

Corona-Lockdown lähmt Millionen Briten stehen vor einer Kündigung

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Die Corona-Pandemie hat Großbritannien hart getroffen.

(Foto: REUTERS)

Die Impf-Fortschritte machen den Briten Hoffnung, dass der Lockdown bald gelockert wird. Bis sich die Wirtschaft von den Folgen erholt, wird es allerdings dauern. Viele Menschen werden deshalb ihren Job verlieren.

Die Corona-Krise schlägt auf die britische Wirtschaft durch. Rund 2,6 Millionen Arbeitnehmer dürften dort in den nächsten drei Monaten ihren Job verlieren, berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg und beruft sich auf eine Studie der Resolution Foundation. Das entspreche acht Prozent aller Beschäftigten.

Besonders stark betroffen seien junge Leute sowie Beschäftigte mit niedrigem Einkommen, hieß es weiter. Rund zwei Millionen Briten seien die vergangenen sechs Monate entweder arbeitslos oder beurlaubt gewesen. Sie seien besonders gefährdet. Eine Umfrage der britischen Handelskammer hatte jüngst ergeben, dass ein Viertel der Unternehmen einen Job-Abbau plant, wenn das von der Regierung finanzierte Hilfsprogramm endet.

Allerdings gibt es Hoffnung. Derzeit sieht es so aus, als könne die britische Wirtschaft die Corona-Krise bald überwinden und sich der Arbeitsmarkt dann rasch erholen. Grund für den Optimismus sind die Fortschritte bei der britischen Impfstrategie. Premierminister Boris Johnson plant, den Corona-Lockdown bis Ende Juli schrittweise zu beenden. Details will er am Montag vorstellen.

"Schwerer Schock"

Großbritanniens Wirtschaft war angesichts der Corona-Krise im vergangenen Jahr drastisch geschrumpft. Das Londoner Statistikamt vermeldete einen Einbruch des Bruttoinlandsprodukts um 9,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr - das war trotz positiver Zahlen im zweiten Halbjahr 2020 ein Rekordrückgang. Finanzminister Rishi Sunak sagte, die Corona-Krise habe der britischen Wirtschaft einen "schweren Schock" versetzt.

Die Corona-Pandemie hat Großbritannien härter getroffen als jedes andere Land in Europa. Die britische Wirtschaft litt aber nicht nur unter den Folgen der Lockdowns, sondern auch unter den Brexit-Turbulenzen nach dem EU-Austritt am 1. Februar 2020. Zum Jahreswechsel trat Großbritannien dann auch aus dem EU-Binnenmarkt und der europäischen Zollunion aus.

Quelle: ntv.de, jga/rts/AFP