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Star Wars in echt Musk zeigt sein neues Mars-Raumschiff

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Die SpaceX-Rakete, die den Testflug im August bestanden hat.

(Foto: REUTERS)

Elon Musk zündet die nächste Stufe in seinem Mars-Projekt. In wenigen Wochen soll ein neuer Prototyp seines "Sternenschiffs" in den Weltraum fliegen. Musks Ziel: ab 2025 den roten Planeten mit einer Million Menschen besiedeln. Im Netz erlaubt er einen Blick auf seinen persönlichen "Droiden-Schrottplatz".

Nach jahrelangem Tüfteln und Testen nimmt Elon Musks Mars-Projekt konkrete Formen an. Unmittelbar vor einem wichtigen Pressetermin veröffentlicht der Visionär mit Gespür für großes Kino per Twitter Fotos eines überarbeiteten Prototyps seines Raumschiffs, das in ein paar Jahren Siedler auf den Mars bringen soll.

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Zu sehen ist der "Starhopper", wie Musk seine Kombination aus Rakete und Raumschiff Ende 2018 getauft hat, sowie die Arbeiter auf dem SpaceX-Gelände in Boca Chica im US-Bundesstaat Texas. Am 28. September soll die Öffentlichkeit an diesem Ort das Fluggerät live in Augenschein nehmen dürfen.

"Droiden-Schrottplatz auf Tatooine"

Nicht ohne Ironie überschreibt Musk das Bild der Baustelle, auf dem im Hintergrund die silberne Spitze des neuen Starships hervorlugt, mit "Droiden-Schrottplatz auf Tatooine", eine Anspielung auf "Star Wars" und die Arbeit der Schrottsammler auf dem Planeten Tatooine. Die Jawas, wie sie in der Science-Fiction-Saga heißen, sammeln kaputte Maschinen und sonstige Schrottteile und recyceln sie. Ein Foto der realen Arbeiter in Boca Chica twittert Musk ebenfalls. Ähnlichkeiten mit den fiktiven Wesen sind nicht zu erkennen. Musk spielt bei seinem Raketenprojekt immer wieder gerne auf Aliens an. Kurz zuvor postete er zum Beispiel ein Satellitenfoto der Area 51, ein militärisches Sperrgebiet im US-Bundesstaat in Nevada, um das sich schauerliche Geschichten von dort festgehaltenen Außerirdischen ranken.

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Entgegen vielen Unkenrufen, die die Arbeiten begleiten, ist das anfangs als Big Falcon Rocket (BFR, intern "Big Fucking Rocket") getaufte Raketenprojekt kein Rohrkrepierer. In den vergangenen Monaten gab es im Gegenteil sichtliche Fortschritte. Erst im August legte das tonnenförmige, silberne Gerät aus Edelstahl nach einem Höhenflug von 150 Metern nach einer knappen Minute eine präzise Landung hin. "Glückwunsch, SpaceX Team!!", jubelte Musk. "Eines Tages wird das Raumschiff auf der rostfarbenen Sandfläche des Mars landen."

Bis Musks Sternenhüpfer für den großen Trip zum Mars bereit ist, werden allerdings noch Jahre vergehen. Die nächste Stufe auf dem Weg dorthin will sein Weltraumunternehmen aber schon in wenigen Wochen zünden: Im Oktober soll der Prototyp, den der SpaceX-Chef in neun Tagen präsentieren wird, in die Umlaufbahn der Erde fliegen.

Next Stop Erdumlaufbahn

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Beobachter sind gespannt, denn es werden in neun Tagen auch erstmals Details zu den interstellaren Reiseplänen erwartet. Der letzte Vortrag über das Mars-Projekt liegt zwei Jahre zurück. Einige Dinge dürften heute also anders sein. So wird der neue Prototyp laut CNN zum Beispiel mehr Antriebsraketen haben, die für den nötigen Schub sorgen, um das Spaceship in die Erdumlaufbahn zu tragen. Der Testflug im Oktober wird eine weitere Nagelprobe werden, denn laut dem Nachrichtensender muss das Raumschiff eine Geschwindigkeit von über 43.000 km/h erreichen.

Spekuliert wird auch, dass es auf dem Weg in die Umlaufbahn auf einem gigantischen Raketen-Booster sitzen wird, der im Weltall abgetrennt wird. Auf diese Weise hätte das Raumschiff zu dem Zeitpunkt immer noch einen vollen Treibstofftank, mit dem es die sechs Monate bis zum Mars weiterreisen könnte.

Ab 2025 soll es nach den bisherigen Planungen von SpaceX endlich so weit sein. Eine Million Menschen will Musk zum roten Planeten fliegen. "Es geht darum, an die Zukunft zu glauben und zu denken, dass die Zukunft besser sein wird als die Vergangenheit. Ich kann mir nichts Spannenderes vorstellen, als da rauszugehen und unter den Sternen zu sein", schreibt der Ausnahme-Unternehmer. Die US-Raumfahrtagentur Nasa sieht eine erste bemannte Mars-Mission frühestens in den 2030er-Jahren.

Quelle: n-tv.de, ddi

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