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Montag, 13. Juli 2015

Konzernikone erliegt Gallenkrebs: Nintendo-Chef Iwata gestorben

Nintendo kämpft seit Jahren mit Verlusten. Konzernchef Iwata, seit 2002 im Amt, reagiert und stellt das Unternehmen breiter auf. Der Gewinn kehrt zurück. Nun ist Iwata tot.

Der Chef des japanischen Videospielriesen Nintendo, Satoru Iwata, ist an Gallenkrebs gestorben. Der 55-Jährige sei am Samstag seiner Krankheit erlegen, teilte der in Kyoto ansässige Konzern mit. Iwata hatte seine berufliche Karriere als Programmierer begonnen. 2002 übernahm er den Chefposten bei Nintendo - nur zwei Jahre nachdem er bei dem Unternehmen angefangen hatte.

Angesichts sich verschlechternder Unternehmensergebnisse hatte Iwata vor ein paar Monaten eine Abkehr von der Unternehmenspolitik eingeleitet, allein auf Spielkonsolen zu setzen. Im März gab der Hersteller der Spielekonsole Wii seine Absicht bekannt, einen Anteil an der japanischen Firma DeNA zu kaufen, die Spiele für Smartphones entwickelt.

Wieder in Gewinnzone zurück

Bereits vergangenes Jahr hatte Iwata wegen der schlechten Unternehmensergebnisse sein Gehalt halbiert. Nintendos Konkurrenten Sony und Microsoft hatten in jüngster Zeit das japanische Unternehmen überholt. Alle drei Unternehmen leiden unter der Entwicklung, dass Videospiele zunehmend für wenig Geld oder gar gratis im Internet heruntergeladen werden können.

Ende Mai verkündete Nintendo immerhin, dass es nach drei Jahren mit Verlusten wieder Gewinn machte. Im jüngsten Geschäftsjahr, das am 31. März zu Ende ging, lag er demnach bei 41,8 Milliarden Yen (310 Millionen Euro).

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Quelle: n-tv.de