Wirtschaft

100-Dollar-Marke rückt näher Ölpreise klettern auf Mehrjahreshoch

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Ölpumpen auf einem Ölfeld bei Taft in Kalifornien

(Foto: picture alliance / dpa)

Spannungen in Osteuropa und ein eher knappes Angebot: Die runde Marke von 100 Dollar für ein Fass Rohöl ist nicht mehr fern. Die Preise für die wichtigsten Erdölsorten sind so hoch wie seit Jahren nicht.

Der Höhenflug der Ölpreise hält an. Am Morgen markierten die beiden wichtigsten Erdölsorten abermals mehrjährige Höchststände. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete bis zu 96,07 US-Dollar, für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) mussten bis zu 94,92 Dollar gezahlt werden. Das sind jeweils die höchsten Preise seit Herbst 2014.

Rohöl (WTI)
Rohöl (WTI) 83,38

Zuletzt kostete ein Barrel Brent 95,33 Dollar und damit 89 Cent mehr als am Freitag. Ein Fass WTI notierte bei 94,24 Dollar und damit 1,14 Dollar höher als vor dem Wochenende. Die runde Marke von 100 Dollar für ein Fass Rohöl, deren Überschreiten von zahlreichen Rohstoffexperten erwartet wird, rückt damit immer näher.

Getrieben werden die Ölpreise von mehreren Faktoren. Für Verunsicherung sorgen die Spannungen an der ukrainisch-russischen Grenze. Da Russland einer der größten Ölproduzenten der Welt ist, führt die Gefahr einer Eskalation zu einem Risikoaufschlag am Ölmarkt. Daneben sorgen schon länger das eher knappe Angebot und die solide Nachfrage für Preisauftrieb.

Sollte es zu einem militärischen Konflikt in Osteuropa kommen, rechnen Experten mit weiter steigenden Preisen. "Wenn es Truppenbewegungen gibt, wird der Brent-Preis problemlos über die Marke von 100 Dollar springen", prognostiziert Analyst Edward Moya vom Brokerhaus Oanda.

Quelle: ntv.de, dpa/ghö/rts

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