Wirtschaft

Folge von Klimabemühungen Opec: Ölförderung wird bald spürbar sinken

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Im Jahr 2023 soll der Ölverbrauch geringer ausfallen als bisher erwartet.

(Foto: imago images / Rust)

Die Opec geht davon aus, dass die Menge des von ihr geförderten Erdöls bald ihren Zenit überschritten hat. Die Produktion werde bis 2024 spürbar nachgeben, kündigt das Förderkartell an. Die Opec korrigiert auch ihre Prognosen für den weltweiten Verbrauch nach unten.

Die Opec stellt sich auf eine sinkende Ölförderung in den kommenden Jahren ein. Sie werde ihre Produktionsmenge bis 2024 voraussichtlich auf 32,8 Millionen Barrel pro Tag von 35 Millionen in diesem Jahr zurückfahren, kündigte das Förderkartell an.

Rohöl (Brent)
Rohöl (Brent) 63,45

Hintergrund sei insbesondere die zunehmende Produktion von US-Schieferöl. Die Organisation erwartet nun für 2023 einen weltweiten Verbrauch von 103,9 Millionen Barrel Barrel pro Tag. In ihrem Ölmarktbericht des Vorjahres war sie noch von 104,5 Millionen Barrel ausgegangen. Sie verwies in diesem Zusammenhang auf wachsende Klimaschutzbemühungen westlicher Länder sowie den steigenden Einsatz alternativer Kraftstoffe.

"Elektroautos, die derzeit zwar noch einen geringen Anteil an der Weltflotte haben, gewinnen an Fahrt", konstatierte die Opec. Bis 2040 würden sie fast die Hälfte aller neuen Pkw in den Industrieländern ausmachen sowie fast ein Viertel der Pkw in China. Die Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) besteht aus 14 Mitgliedsländern und deckt fast ein Drittel der weltweiten Ölversorgung ab. Sie erwartet langfristig, dass die globale Nachfrage nach dem Rohstoff bis 2040 auf 110,6 Millionen bpd steigen wird. Allerdings wurde auch diese Prognose nach unten geschraubt.

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Quelle: n-tv.de, kst/rts

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