Wirtschaft

Gerüchte um Spac-IPO Plant Volocopter den Sprint an die Börse?

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Die Marktphase ist günstig. Auch um den Wettbewerber Lilium aus München ranken sich Spac-IPO-Gerüchte. Lilium und Volocopter agieren in einem mittlerweile hart umkämpften Markt.

(Foto: picture alliance / Xinhua News Agency)

Erst vor wenigen Tagen sammelt das Flugtaxi-Startup Volocopter 200 Millionen Euro ein. Um ein elektrisches Flugtaxi zu bauen, brauchen die Entwickler Schätzungen zufolge aber mehr als das Dreifache. Das Unternehmen ist also weiter auf Kapital angewiesen und wagt deswegen einen ungewöhnlichen Schritt.

Das Flugtaxi-Startup Volocopter plant nach Capital-Informationen einen Börsengang per Spac. Bei der Transaktion übernimmt eine leere Firmenhülle, die sich bereits am Aktienmarkt befindet, die deutsche ­Firma. Die sogenannte Special Purpose Acquisition Company (Spac) und Volocopter verschmelzen - für das Startup ist es ein schneller Weg an die Börse.

Erst vor wenigen Tagen hat die Bruchsaler Firma 200 Millionen Euro eingesammelt, unter anderem sind der Industriekonzern Continental, der Vermögensverwalter Blackrock und der Wagniskapitalgeber Avala Capital eingestiegen. Volocopter will mit dem Geld die Entwicklung des "VoloCity" vorantreiben - ein elektrisches Flugtaxi für größere Städte. In den "nächsten Jahren" plant das Startup, die ersten Strecken zu eröffnen, sagte Geschäftsführer Florian Reuter.

Zeitnah solle nun ein Spac-Börsengang folgen, heißt es aus dem Firmenumfeld. Das Unternehmen äußerte sich auf Anfrage nicht zu den Plänen. Auch nach der großen Finanzierungsrunde ist das Startup auf weiteres Kapital angewiesen. Experten gehen davon aus, dass die jungen Entwickler mindestens 700 Millionen Dollar benötigen, um ein elektrisches Flugtaxi zu bauen. Volocopter hat bisher etwa die Hälfte des Betrags von Investoren erhalten.

Über die Börse könnte sich das deutsche Startup dieses Geld dann leichter beschaffen, die Marktphase ist günstig. Der US-Konkurrent Joby Aviation geht ebenfalls per Spac an die Börse. Käufer ist Reinvent Technology Partners von Linkedin-Gründer Reid Hoffman, bei einer Bewertung von 6,6 Milliarden Dollar. Auch der deutsche Mitstreiter Lilium soll sich laut Bloomberg in Gesprächen mit einem Spac-Käufer befinden.

Neben Startups bauen auch Industriekonzerne wie Airbus an Flugtaxis. Die Anbieter werden sich einen Wettlauf um die ersten kommerziellen Flugstrecken liefern. Die Konzepte unterscheiden sich aber: Volocopter entwickelt einen Multicopter mit mehreren elektrisch betriebenen Rotoren, der sich eher für kürzere Strecken eignet. Andere Anbieter wie Lilium setzen auf Flügel für einen Gleitflug. Doch wie neue Patentanmeldungen zeigen, forscht Volocopter auch an Modellen mit Flügeln, die längere Strecken zurücklegen können.

Quelle: ntv.de

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