Wirtschaft

Immer offen bis zum Lockdown Politiker für 48-Stunden-Endspurt im Handel

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Lange Schlangen vor Geschäften sollen schon vor dem Beginn des Lockdowns vermieden werden.

(Foto: imago images/Seeliger)

Der bevorstehende Lockdown für weite Teile des Einzelhandels soll das Infektionsgeschehen in der Pandemie bremsen. Einzelne Politiker wollen die Strategie ergänzen: Die Geschäfte sollen bis zur vorläufigen Schließung rund um die Uhr geöffnet bleiben.

Angesichts eines drohenden Kundenansturms im Einzelhandel vor dem zweiten Lockdown ab Mittwoch haben Politiker eine vorübergehende Öffnung der Geschäfte rund um die Uhr gefordert. "Sinnvoll wäre, die Öffnungszeiten bis in die Nacht auszuweiten, um diesen Ansturm zu entzerren", sagte FDP-Fraktionsvize Michael Theurer der "Bild"-Zeitung. "Eine 48-Stunden-Öffnung bis zum Lockdown verhindert Schlangenbildung, wozu es aus infektiologischer Sicht keinesfalls kommen darf."

Der CDU-Bundestagsabgeordnete und Hamburger Landesparteichef Christoph Ploß forderte, die "Shopping-Zeiten bis in den Abend" zu strecken, um Gedränge vor Geschäften zu vermeiden. Berlins CDU-Fraktionschef Burkard Dregger forderte den Handel in der Hauptstadt auf, die nach dem Gesetz möglichen Ladenöffnungszeiten von 0 bis 24 Uhr voll auszunutzen. "Nach Paragraf 3 Absatz 1 Berliner Ladenschlussgesetz können Läden werktags von 0 bis 24 Uhr öffnen. Das sollte der Einzelhandel jetzt machen am Montag und Dienstag", sagte Dregger.

Der Hauptgeschäftsführer des Hauptverbands des Deutschen Einzelhandels (HDE), Stefan Genth, bezeichnete eine Ausweitung der Öffnungszeiten vor dem Lockdown im Gespräch mit der "Bild"-Zeitung als "sinnvoll".

Die Beschlüsse von Bundeskanzlerin Angela Merkel und den Ministerpräsidenten der Länder vom Sonntag sehen eine Schließung des Einzelhandels bis zum 10. Januar vor. Ausnahmen gelten etwa für Lebensmittelmärkte, weitere Güter des täglichen Bedarfs sowie beispielsweise für Apotheken, Post und Banken. Friseure, Kosmetikstudios und ähnliche Betriebe müssen schließen, sofern sie nicht medizinisch notwendige Behandlungen vornehmen. Die Bundesregierung kündigte Milliardenhilfen für die betroffenen Unternehmen an.

Quelle: ntv.de, ter/AFP

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