Wirtschaft

Tesla legt zu Powell-Rede schreckt Anleger ab

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Nach dem Netflix-Schock zur Wochenmitte interessierten sich die Anleger besonders für die Quartalszahlen von Tesla.

(Foto: imago images/Xinhua)

Zu Handelsbeginn sorgen Quartalszahlen großer US-Unternehmen noch für einigermaßen gute Stimmung am New Yorker Aktienmarkt. Doch die ist nicht von Dauer. Die Angst vor steigenden Zinsen lässt die Indizes deutlich ins Minus rutschen. Tesla kann die Anleger überzeugen, Analysten halten das Papier allerdings für überbewertet.

Ein Bekenntnis von US-Notenbank-Chef Jerome Powell zu vergleichsweise aggressiven Zins-Schritten hat der Wall Street am Donnerstag Verluste eingebrockt. Powell kündigte auf der Frühjahrstagung des Internationalen Währungsfonds (IWF) an: "Ich würde sagen, 50 Basispunkte werden für die Sitzung im Mai auf dem Tisch liegen." Nach einem bis dahin eher richtungslosen Verlauf schlossen die wichtigsten Indizes in New York im Minus. Auch starke Geschäftszahlen von Firmen wie Tesla konnten den Rückgang nur eindämmen. Der Dow Jones verlor 1,1 Prozent auf 34.793 Punkte. Der technologielastige Nasdaq gab 2,1 Prozent auf 13.175 Stellen nach, und der breit gefasste S&P 500 büßte 1,5 Prozent auf 4394 Zähler ein.

Tesla Motors (USD)
Tesla Motors (USD) 182,86

Dank eines Quartalsergebnisses über Markterwartungen legten die Papiere von Tesla zeitweise fast zwölf Prozent zu und schlossen schließlich mit einem Plus von 3,2 Prozent. Der Elektroautobauer meistere alle Schwierigkeiten mit Bravour, sagte Analyst Craig Irwin von der Investmentbank Roth. "Nichtsdestotrotz: Die Aktie ist angesichts der sich rasch nähernden ernsthaften Konkurrenz unerhört überbewertet. Tesla mag heute der Branchen-King sein, künftige Kursverluste sind aber nur eine Frage der Zeit."

United Airlines stiegen um 9,3 Prozent. Die Fluggesellschaft stellte für das laufende Quartal einen Rekordumsatz und einen Gewinn in Aussicht. Analysten hatten bislang einen Verlust erwartet. Die Branche stehe nach den Pandemie-bedingten Einbußen in den vergangenen Jahren am Wendepunkt, sagte United-Chef Scott Kirby. Bei anderen Airlines stiegen Investoren ebenfalls ein. Delta und American gewannen bis zu 3,8 Prozent.

Netflix
Netflix 269,65

Xerox fielen um 15,7 Prozent. Die Erlöse schrumpften, und zugleich rutschte das Unternehmen in die roten Zahlen. Xerox leide unter dem Trend zur Digitalisierung, der sich mit der Pandemie beschleunigt habe, schrieb Analyst Malik Ahmed Khan vom Research-Haus Morningstar. Daher beurteile er die langfristigen Geschäftsaussichten pessimistisch.

Erneut abwärts ging es für Netflix. Die Titel des Streaming-Pioniers fielen um 3,5 Prozent, nachdem sie als Reaktion auf einen überraschenden Kundenschwund am Mittwoch um rund 35 Prozent eingebrochen waren. Pershing Square, der Hedgefonds des Milliardärs William Ackman, stieß den Angaben zufolge seine 3,1 Millionen Netflix-Papiere ab und nahm dabei einen Verlust von 400 Millionen Dollar in Kauf.

Quelle: ntv.de, ino/rts

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