Wirtschaft

Rekord beim Auftragsbestand Rheinmetall profitiert vom Rüstungsboom

100686337.jpg

Bester Kunde: Australiens Premier Malcolm Turnbull hat 211 Boxer-Radpanzer und 1000 Lkw bei Rheinmetall bestellt.

(Foto: picture alliance / Dan Peled/AAP)

Weltweit steigende Rüstungsausgaben schlagen sich auch in den Geschäftszahlen von Rheinmetall nieder. Der Betriebsgewinn der Militärsparte schnellt um 50 Prozent empor. Die Orderbücher sind voll wie nie, vor allem dank einer einzelnen Riesenbestellung.

Mit Militärfahrzeugen und Munition hat der Autozuliefer- und Rüstungskonzern Rheinmetall deutlich bessere Geschäfte gemacht als zuvor. Der Umsatz in der Militärsparte des Düsseldorfer MDax-Unternehmens stieg 2018 um 6,1 Prozent auf 3,22 Milliarden Euro, wie Rheinmetall mitteilte.

Rheinmetall
Rheinmetall 116,40

Der Betriebsgewinn (Ebit) in diesem Bereich ging sogar um fast 50 Prozent auf 254 Millionen Euro in die Höhe. Auch die Aussichten sind positiv, denn die Auftragsbücher sind voll wie noch nie: Der Orderbestand von Rheinmetall Defence kletterte um etwa ein Drittel auf 8,6 Milliarden Euro.

Konzernchef Armin Papperger begründete die guten Zahlen mit der steigenden Nachfrage von Streitkräften nach neuen Militärgütern. Rheinmetall stellt unter anderem Kanonen für Panzer - etwa für den Leopard II - und Artillerie sowie Munition und andere Waffentechnik her.

Neben seiner Zentrale in Düsseldorf hat der Konzern mit seinen rund 24.000 Mitarbeitern weltweit 117 Werke und andere Standorte, etwa in Südafrika und Australien. Aus "Down Under" kamen im vergangenen Jahr zwei Großaufträge - das Land bestellte 211 Radpanzer vom Typ Boxer und mehr als 1000 Militär-Lkw.

Zweites Standbein des Konzerns ist das Autozulieferer-Geschäft, das in einem schwierigen Marktumfeld immerhin leicht anzog. Insgesamt - also beide Sparten zusammen - kletterte der Konzernumsatz um 4,3 Prozent auf 6,15 Milliarden Euro.

Das operative Ergebnis stieg auf knapp 500 Millionen Euro und damit auf einen Höchstwert. Die Umsatzrendite - also die Erlöse im Verhältnis zum operativen Ergebnis - lag bei 8,0 Prozent und damit deutlich höher als ein Jahr zuvor (6,8 Prozent). Rheinmetall konnte damit die eigene Prognose deutlich übertreffen.

Quelle: n-tv.de, mbo/dpa

Mehr zum Thema