Wirtschaft

Satelliten für die BundeswehrRheinmetall und OHB erwägen Bau deutscher Starlink-Alternative

26.01.2026, 15:32 Uhr
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Ein Satellitenmodell des Raumfahrtkonzerns OHB. (Foto: picture alliance/dpa)

Die Bundeswehr will ihre Truppen per Satellitensystem vernetzen. Rheinmetall überlegt einem Insider zufolge, sich zusammen mit dem Raumfahrtkonzern OHB um den Auftrag zu bewerben. Die Konkurrenz steht bereits in den Startlöchern.

Der Rüstungskonzern Rheinmetall und der Bremer Raumfahrt- und Technologiekonzern OHB erörtern einem Insider zufolge Pläne für den gemeinsamen Bau eines Satellitensystems für die Bundeswehr. Es gebe Gespräche der beiden Konzerne über das mit Elon Musks Starlink vergleichbare Projekt, sagte ein Insider und bestätigte damit Berichte der "Financial Times" und des "Handelsblatts".

Die Gespräche seien in einem frühen Stadium, hieß es in der FT. Gemeinsam wollten sich Rheinmetall und OHB für ein solches Kommunikationssystem für die Bundeswehr bewerben. Der Auftragswert könnte bei bis zu zehn Milliarden Euro liegen. Die Ausschreibung für das Bundeswehr-Projekt könne schon im Februar erfolgen und auch Airbus könnte sich bewerben, berichtete das "Handelsblatt".

Bei dem Projekt gehe es darum, mithilfe von Satelliten bis 2029 Panzer, Schiffe oder Soldaten miteinander zu vernetzen. Rheinmetall kommentierte die Angaben nicht. Von OHB war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten. Das Verteidigungsministerium erklärte, es informiere über Beschaffungsvorhaben erst nach der parlamentarischen Befassung.

Rheinmetall sieht das Satellitengeschäft als Zukunftsmarkt an. Acht bis zehn Milliarden Euro Umsatz sollen künftig aus dem Geschäft mit der Digitalisierung kommen, das auch Satelliten umfasst, hatte der Konzern im Rahmen seiner Mittelfrist-Planung angekündigt. Die Düsseldorfer arbeiten in dem Bereich bereits mit dem finnischen Satellitenhersteller Iceye zusammen. Ein ähnliches Joint Venture könnte nun mit OHB entstehen.

Doch es gibt auch Konkurrenz. Airbus arbeitet bei Satelliten mit Thales und Leonardo zusammen. Die Konzerne hatten sich Ende 2025 darauf verständigt, ihre Satellitensparten und Tochtergesellschaften bis 2027 zusammenzulegen. Leonardo wiederum kooperiert mit Rheinmetall bei Panzern.

Quelle: ntv.de, jpe/rts

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