Wirtschaft

Für bis zu vier Jahre Ryanair-Personal akzeptiert Gehaltskürzung

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Viele Ryanair-Maschinen bleiben in der Corona-Krise am Boden.

(Foto: picture alliance/dpa)

Passagierzahleinbußen von 97 Prozent im Juni: Die Corona-Krise hält die Billig-Airline Ryanair im Würgegriff. Die reagiert mit angekündigten Stellenstreichungen - und einigt sich nun mit einer weiteren Gewerkschaft auf einen langlaufenden Gehaltsverzicht des Kabinenpersonals.

Die schwer von der Corona-Krise getroffene irische Billigfluggesellschaft Ryanair hat sich mit dem Kabinenpersonal auf eine Kürzung der Gehälter um bis zu zehn Prozent geeinigt. Mit der Maßnahme sollen die Stellen aller Flugbegleiter in Großbritannien gesichert werden, wie die Gewerkschaft Unite mitteilte.

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"Unite stand einer Reihe unglaublich schwieriger Herausforderungen im Luftfahrtsektor gegenüber", erklärte die stellvertretende Gewerkschaftsvorsitzende Diana Holland. "Die Vereinbarung mit Ryanair zeigt, dass der Konzern einen konstruktiveren und weniger schädlichen Ansatz im Umgang mit den Problemen gewählt hat als viele seiner Wettbewerber", fügte sie hinzu.

Auch Piloten verzichten auf Gehalt

Die Vereinbarung sieht eine Gehaltsreduzierung für das in Großbritannien angestellte Kabinenpersonal von bis zu zehn Prozent über einen Zeitraum von vier Jahren vor. Ein ähnliches Abkommen hatte der irische Billigflieger bereits mit der Pilotengewerkschaft Balpa erzielt.

Im Mai hatte Ryanair Pläne zum Abbau von 3000 Stellen bekannt gegeben. Zur Begründung nannte das Unternehmen die massiven Einbrüche im Fluggeschäft durch die Corona-Pandemie. Nach Angaben von Ryanair ging die Zahl der Passagiere im Juni im Vergleich zum Vorjahresmonat um 97 Prozent zurück. Ryanair beschäftigt weltweit 18.000 Mitarbeiter.

Quelle: ntv.de, bad/AFP