Wirtschaft

Billigtickets drücken Gewinn Ryanair erwartet Airline-Pleiten im Winter

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Der Durchschnittspreis pro Ticket bei Ryanair fiel im abgelaufenen Geschäftsjahr um sechs Prozent auf 37 Euro.

(Foto: imago images / ZUMA Press)

Der Geschäftsbericht bei Ryanair sorgt für Ernüchterung: Die niedrigen Ticketpreise haben deutliche Gewinneinbußen zur Folge. Für die Konkurrenz malt die irische Fluggesellschaft aber deutlich düstere Szenarien.

Der irische Billigflieger Ryanair hat wegen seiner Billigtickets stark an Gewinn eingebüßt: Im abgelaufenen Geschäftsjahr bis Ende März sank der Überschuss um 29 Prozent auf 1,02 Milliarden Euro, wie Europas größte Billigairline mitteilte. Für das laufende Geschäftsjahr zeigte sich Ryanair "vorsichtig": Die Fluggesellschaft rechne mit einem Gewinn zwischen 750 und 950 Millionen Euro, allerdings auch mit weiter steigenden Kosten. Dies und der weiterhin harte Konkurrenzkampf dürfte die Schwierigkeiten einiger Billigflieger noch verschärfen, sagte Ryanair voraus. "Wir rechnen mit weiteren Airline-Pleiten im Winter und 2020", heißt es in dem Bericht.

Ryanair-Chef Michael O'Leary erklärte die Gewinneinbußen mit den niedrigen Ticketpreisen, die dem harten Konkurrenzkampf bei innereuropäischen Flügen geschuldet seien. Der Durchschnittspreis pro Ticket sei im abgelaufenen Geschäftsjahr um sechs Prozent auf 37 Euro gefallen. Die Bilanz verhagelte zudem der späte Ostertermin in diesem Jahr im April - der Osterreiseverkehr schlug sich so nicht in den Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr nieder.

Die günstigen Ticketpreise sorgten allerdings für einen neuen Passagierrekord. 142 Millionen Kunden und damit neun Prozent mehr als im vergangenen Geschäftsjahr flogen mit Ryanair, wie das Unternehmen mitteilte. Im laufenden Jahr soll ihre Zahl auf 153 Millionen steigen, bis 2024 auf 200 Millionen. Die steigenden Preise für den Treibstoff Kerosin schlugen für Ryanair mit 440 Millionen Euro zu Buche, wie die Airline mitteilte.

Quelle: n-tv.de, mba/AFP

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