Wirtschaft

"Eine neue Zeit beginnt" S&P stuft Argentinien herauf

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Macri: "Eine neue Zeit beginnt."

(Foto: picture alliance / Natacha Pisar)

Nach dem Sieg der Regierungskoalition von Präsident Macri bei den Parlamentswahlen stehen die Zeichen für Argentiniens Wirtschaft auf Erholung. Das sehen auch die Experten von S&P so: Sie schreiben dem Land eine bessere Kreditwürdigkeit zu.

S&P hat Argentinien hochgestuft. Die Agentur setzte das Langfrist-Rating für die drittgrößte Volkswirtschaft Lateinamerikas um eine Stufe auf "B+" herauf, der Ausblick blieb bei "stabil". Zur Begründung wurde auf einen erwarteten Aufschwung der Wirtschaft verwiesen.

Trotz der Hochstufung liegt Argentinien aber weiter im unteren Mittelfeld der S&P-Rating-Skala. Eine Hochstufung zieht üblicherweise geringere Kosten bei der Schulden-Aufnahme nach sich.

Macri kündigt Reformprogramm an

Die Regierungskoalition von Präsident Mauricio Macri hatte vor rund einer Woche die Parlamentswahlen gewonnen. Macri führt das Land seit zwei Jahren. Er stoppte die interventionistische Politik der Vorgänger-Regierung, lockerte Preiskontrollen, wertete den Peso ab und hob Regulierungen auf.

Er stellte zudem ein ambitioniertes Reformprogramm vor. Er kündigte Initiativen zur Kontrolle der Staatsausgaben an, um das hohe Haushaltsdefizit in Griff zu bekommen. Steuersenkungen sollen gleichzeitig die Investitionen im Privatbereich ankurbeln. "Eine neue Zeit beginnt", sagte der Präsident bei einer Ansprache vor Ministern, Gouverneuren und Parlamentariern.

Das Haushaltsdefizit Argentiniens lag 2016 bei 4,6 Prozent der Wirtschaftsleistung und wird dieses Jahr voraussichtlich um die 4,0 Prozent betragen.

Quelle: n-tv.de, bad/rts/dpa

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