Wirtschaft

Sicherheitsmängel festgestellt SAP muss bei Cloud-Produkten nachbessern

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Das Sicherheitsleck in den Cloud-Diensten soll keine Auswirkungen auf die Nutzer gehabt haben.

(Foto: imago images/Eibner)

Eine interne Untersuchung bei SAP bringt Unerfreuliches ans Licht. Einige Cloud-Produkte erfüllen nicht mehr die notwendigen Sicherheitsstandards. Von einer Sparte des zukunftsträchtigen Geschäfts trennt sich der Softwareriese sogar komplett.

Der Softwarekonzern SAP hat Sicherheitsmängel bei seinen Cloud-Produkten festgestellt. Ein oder mehrere vertraglich vereinbarte oder gesetzlich vorgeschriebene IT-Sicherheitsstandards würden derzeit nicht erfüllt, teilte das Unternehmen mit. Dies sei im Rahmen einer internen Untersuchung zutage getreten, die nicht als Reaktion auf einen Sicherheitszwischenfall vorgenommen worden sei.

Zwar dauere die Überprüfung noch an, das Unternehmen gehe jedoch derzeit nicht davon aus, dass aufgrund der festgestellten Mängel Daten von SAP-Kunden kompromittiert worden seien. Die Kosten für die notwendigen Maßnahmen zur Schließung der Sicherheitslücken erfordern dem Konzern zufolge keine Änderung des aktuellen Finanzausblicks für das Geschäftsjahr 2020.

Zudem trennt sich SAP von seiner Sparte für Cloud-basierte Kommunikationsprodukte. SAP Digital Interconnect (SDI) werde für 225 Millionen Euro an das schwedische Unternehmen Sinch AB verkauft, teilte SAP mit.

SDI bietet unter anderem in seinem Geschäftsbereich "Programmierbare Kommunikation" Kundenbindung über Kanäle wie SMS, Push-Nachrichten, E-Mail, WhatsApp- und WeChat-Nachrichten sowie Viber an. Dazu kommen noch die Bereiche "Carrier Services" mit einer Reihe von geschäftskritischen Diensten für Mobilfunkbetreiber und "Cloud Solutions" für Unternehmen. SDI hat seinen Hauptsitz in der San Francisco Bay Area, hieß es weiter.

Quelle: ntv.de, mba/dpa

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