Wirtschaft

Gefälschte Webseiten aufgetaucht Sachsen stoppt Auszahlung von Soforthilfen

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Die Sächsische Aufbaubank versucht nun, die Fehlleitung von öffentlichen Mitteln zu vermeiden.

(Foto: picture alliance / dpa)

Nach Nordrhein-Westfalen wird nun auch der Freistaat Sachsen Opfer von Online-Betrügern: Die Auszahlung von Soforthilfe-Zuschüssen wird aufgrund von betrügerischen Webseiten angehalten. Das Bundesland bittet Antragsteller, die korrekte Schreibweise der Internetadresse zu prüfen.

Auch in Sachsen sind betrügerische Webseiten zur Beantragung von Corona-Soforthilfen für Unternehmen aufgetaucht. "Die Auszahlung der Soforthilfe-Zuschüsse des Bundes wird bis zur Klärung des Sachverhalts gestoppt", teilte die Sächsische Aufbaubank (SAB) mit. "Die Darlehen des Freistaates Sachsen sind davon nicht betroffen." Die Bank habe "alle erforderlichen Maßnahmen ergriffen, um Fehlleitungen öffentlicher Mittel zu vermeiden".

Anträge für beide Programme könnten weiterhin gestellt werden, so die Bank. Um Schäden zu vermeiden, sollten Antragsteller beim Aufrufen der Webseite zur Antragstellung auf die korrekte Schreibweise der Internetadresse der SAB achten: "https://www.sab.sachsen.de/".

Zuvor war in Nordrhein-Westfalen nach Betrügereien das Soforthilfe-Programm für kleine Betriebe in der Corona-Krise zeitweise gestoppt worden. An diesem Freitag soll es wieder anlaufen und dann auch besser vor Betrug geschützt sein. Noch vor einer Woche hatte Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) gesagt, im Freistaat gebe es bisher keine Erkenntnisse zu möglichen Betrugsversuchen. Sachsen habe verglichen mit anderen Bundesländern auch den Vorteil, dass Anträge nur über ein Förderportal möglich seien.

Quelle: ntv.de, jru/dpa