Wirtschaft

Strafe auf Bewährung ausgesetzt Samsung-Erbe darf Gefängnis verlassen

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Traditionelle Vorstrafe: Bereits Lees Vater war wegen Korruption verurteilt worden ebenso wie andere mächtige südkoreanische Wirtschaftspatriarchen.

(Foto: AP)

Der weltgrößte Smartphone-Hersteller wird nicht länger aus dem Gefängnis heraus geführt. Ein Gericht lässt Lee Jae Yong trotz rechtskräftiger Verurteilung frei. Der Konzernerbe und De-facto-Chef war wegen Korruption verurteilt worden.

Ein südkoreanisches Gericht hat die Freilassung von Lee Jae Yong, dem Erben des Samsung-Konzerns, aus der Haft angeordnet. Die Berufungsrichter in Seoul bestätigten zwar Lees Verurteilung wegen Bestechung, setzten aber den Rest seiner fünfjährigen Haftstrafe zur Bewährung aus und ordneten seine sofortige Entlassung aus dem Gefängnis an.

Lee war im August in Zusammenhang mit einem weit reichenden Korruptionsskandal verurteilt worden. Hintergrund des Verfahrens war eine Aaffäre um eine Freundin der früheren Präsidentin Park Geun Hye. Die Ermittler beschuldigten Samsung, hohe Summen an Unternehmen der umstrittenen Park-Freundin Choi Soon Sil gezahlt und im Gegenzug politische Unterstützung für die Fusion zweier Konzerntöchter erhalten zu haben. 

Lee ist der einzige Sohn von Samsung-Chef Lee Kun Hee. Seit einer Herzattacke seines Vaters im Jahr 2014 stand er de facto an der Spitze des Großkonzerns. Offiziell trägt er den Titel eines Vize-Vorsitzenden von Samsung Electronics. Das Unternehmen ist der weltgrößte Hersteller von Mobiltelefonen und Speicherchips.

Quelle: n-tv.de, mob/rts/dpa

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