Wirtschaft

Baufirmen erhalten Geld zurück Saudi-Arabien begleicht Milliardenschulden

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Der sinkende Ölpreis belastet Saudi-Arabien.

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Der Ölpreis fällt weiter und Saudi-Arabien leidet unter den sinkenden Einnahmen. Das Land muss seine Schulden bei zahlreichen internationalen Baufirmen tilgen - und diese belaufen sich mittlerweile auf mehrere Milliarden.

Das unter dem Ölpreisverfall leidende Saudi-Arabien hat Schulden über rund zehn Milliarden Euro bei Bauunternehmen beglichen. Das seien 25 Prozent der ausstehenden Gelder, sagte ein führender Vertreter eines saudiarabischen Branchenverbands der Zeitung "Arab News".

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Es werde zudem erwartet, dass die Regierung noch bis Jahresende weitere rund 25 Milliarden Euro und damit bis zu 80 Prozent der Summe zahlen werde. Einige Baufirmen aus Deutschland, Spanien, Indien und der Türkei bestätigten der Zeitung zufolge den Eingang der Zahlungen. Die genaue Höhe der offenen Rechnungen gaben die Behörden bislang nicht an.

Gesunkene Einnahmen wegen des niedrigen Ölpreises haben Saudi-Arabien im vergangenen Jahr ein Rekordhaushaltsdefizit eingebrockt. Die Regierung des weltgrößten Ölexporteurs kürzte deswegen massiv die staatlichen Ausgaben und stoppte zahlreiche Bauprojekte. Zahlungen an Baufirmen wurden reduziert oder teilweise ausgesetzt.

Betroffen davon waren auch medizinische Einrichtungen und ausländische Berater, die dem Land bei der Planung seiner Wirtschaftsreformen für eine größere Unabhängigkeit vom Öl halfen. Die meisten der gestoppten Bauprojekte würden aber letztlich in Reihenfolge der Priorität wieder aufgenommen, sagte der Verbandsvertreter der Zeitung.

Quelle: n-tv.de, lsc/rts

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