Wirtschaft

Ölstaat braucht neue Einnahmen Saudi-Arabien führt Mehrwertsteuer ein

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Die Benzinpreis dürften mit dem Jahreswechsel um bis zu 80 Prozent steigen.

(Foto: REUTERS)

Angesichts des gesunkenen Ölpreises müssen die Golfländer ihre Staatsfinanzen auf neue Füße stellen. Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate bitten ihre Einwohner nun erstmals mit einer Mehrwertsteuer zur Kasse.

Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) führen ab dem 1. Januar 2018 eine Mehrwertsteuer ein. Viele Produkte und Dienstleistungen werden ab dem neuen Jahr mit fünf Prozent besteuert, teilten die zuständigen Steuerbehörden der beiden Staaten mit.

Die Einführung der Mehrwertsteuer soll angesichts sinkender Ölpreise die Staatseinnahmen auf eine breitere Basis stellen und für stabile Finanzen sorgen. Auch andere Maßnahmen, mit denen die saudische Regierung ihr derzeitiges Defizit verringern will, dürften die Preise im neuen Jahr in die Höhe treiben. So soll etwa Benzin nicht mehr so stark wie bisher subventioniert werden.

Vor zwei Jahren hatten sich die Finanzminister des Golfkooperationsrates (GCC) auf eine flächendeckende Einführung der Mehrwertsteuer geeinigt. Zum 1. Januar setzen aber zunächst lediglich Saudi-Arabien und die VAE den Beschluss um. 

Die Mehrwertsteuer wird auf zahlreiche Produkte wie Nahrung, Getränke, Transport, Übernachtungen, Immobilien und Benzin erhoben. Öffentliche Bildung und die öffentliche Gesundheitsversorgung sollen zunächst nicht besteuert werden. Die restlichen GCC-Länder Kuwait, Bahrain, Katar und der Oman wollen nach einem Bericht der kuwaitischen Nachrichtenagentur Kuna die Mehrwertsteuer im Verlauf der kommenden beiden Jahre einführen.

Quelle: ntv.de, dpa

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