Wirtschaft

Immun gegen Krise am Golf Saudis versilbern weitere Aramco-Aktien

RTS2UFQL.jpg

Saudi Aramco legt noch ein Schippe Aktien oben drauf.

(Foto: REUTERS)

Die iranischen Raketenangriffe auf US-Ziele im Irak drücken die Aktien von Saudi Aramco auf den niedrigsten Stand seit Börsendebüt. Dem Erfolg des weltgrößten Börsengangs tut das keinen Abbruch.

Die anfänglichen Befürchtungen, der Börsengang von Saudi Aramco im Dezember könnte ein Flop werden, haben sich nicht bewahrheitet. Im Gegenteil: Angesichts der hohen Nachfrage, gibt der Ölkonzern sogar noch zusätzliche Aktien aus. Wie das saudiarabische Unternehmen bekanntgab, werden weitere 450 Millionen Anteilsscheine verkauft. Damit kommt der Börsengang nunmehr auf ein Rekord-Volumen von 29,4 Milliarden Dollar.

Bei dem zusätzlichen Aktienpaket handelt es sich um eine Mehrzuteilungs-Option, auch Greenshoe genannt, die es häufiger bei Börsengängen gibt. Die Option besagt, dass bei großer Nachfrage über das ursprüngliche Volumen hinaus Aktien ausgegeben werden können. Bereits kurz nach dem Börsendebüt war Aramco zum wertvollsten Unternehmen der Welt aufgestiegen und hatte Apple damit vom Thron gestoßen.

Auch die iranischen Raketenangriffe auf US-Ziele im Irak konnten dem Aktienkurs nur wenig anhaben. Am Mittwoch notierten die Papiere kurzzeitig mit 34 Riyal (9,06 Dollar) rund zwölf Prozent niedriger als beim Börsendebüt. Gleichzeitig hielten sie sich aber über dem Ausgabepreis von 32 Riyal.

Am Sonntag lag der Aktienkurs an der Börse in Riad wieder etwas höher bei 35 Riyal (9,45 Dollar). Daraus errechnet sich ein Gesamtwert Aramcos von insgesamt 1,87 Billionen Dollar.

Quelle: ntv.de, ddi/rts