Wirtschaft

Klare Warnung aus der Praxis BMW-Chef warnt vor Euro-Crash

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Er muss mittlerweile auch düstere Szenarien durchrechnen lassen: Norbert Reithofer (Archivbild).

(Foto: REUTERS)

Die Forderungen der Euro-Skeptiker bereiten Norbert Reithofer große Sorgen: Sollte die Euro-Rettung scheitern und die Währungsgemeinschaft auseinanderfallen, müssten die Deutschen mit erheblichen wirtschaftlichen Folgen rechnen, warnt der Chef des Münchner Autobauers. Eine Rückkehr zur D-Mark wäre das Ende des "deutschen Exportwunders".

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Der Autokonzern BMW hat vor einem Auseinanderbrechen der Eurozone gewarnt. "Bei einer Rückkehr zur D-Mark hätte Deutschland mit einer massiven Aufwertung zu kämpfen, die das deutsche Exportwunder weitgehend zunichtemachen würde", sagte BMW-Vorstandschef dem "Handelsblatt". "Die wirtschaftlichen Folgen wären gravierend."

Reithofer lobte die Ergebnisse des jüngsten EU-Gipfels. Er appellierte zugleich: "Alle Länder der Eurozone müssen Verantwortung übernehmen, um möglichst schnell eine dauerhafte Lösung zu erreichen".

Analysten der einflussreichen Ratingagenturen hatten wiederholt auf sogenannte "politische Risiken" hingewiesen, die eine Eindämmung der Schuldenkrise verzögern könnten.

Wesentliche Punkte auf dem Weg zu einer Lösung sind aus Sicht des BMW-Chefs .

Ähnlich wie zuvor Bundeskanzlerin warnte Reithofer die Europäer davor, die Finanzkraft Deutschland zu überschätzen oder in Übermaß in Anspruch nehmen zu wollen. "Die Europäische Union kann nicht nur von Deutschland getragen werden", betonte Reithofer.

Quelle: ntv.de, mmo/dpa