Wirtschaft

Trotz Sorge vor Coronavirus Schwacher Yen stimmt Toyota optimistisch

113023197.jpg

Zum 31. März rechnet Toyota mit einem Nettogewinn von umgerechnet 19,4 Milliarden Euro.

(Foto: picture alliance/dpa)

Der Autobauer Toyota hebt sein Gewinnziel für das laufende Geschäftsjahr an: Der Volkswagen-Konkurrent rechnet mit einem kräftigen Plus beim Nettoergebnis. Das Coronavirus könnte dem Konzernriesen jedoch noch einen Strich durch die Rechnung machen.

Japans größter Automobilkonzern Toyota hat seine Jahresprognose mit Blick auf erwartete Währungseffekte angehoben, warnte zugleich jedoch vor möglichen Folgen der Coronavirus-Epidemie in China. Wie der Volkswagen-Rivale bekanntgab, dürfte sich der Nettogewinn zum Bilanzstichtag 31. März auf 2,35 Billionen Yen (19,4 Milliarden Euro) belaufen. Die Prognose berücksichtige jedoch nicht die Auswirkungen der Virus-Epidemie, hieß es.

Toyota Motor
Toyota Motor 62,40

Grund für die neue Zuversicht sind nicht etwa steigende Verkaufszahlen. Toyota rechnet schlicht damit, dass sich der Yen abschwächt, was die Wettbewerbsfähigkeit des Konzerns auf ausländischen Märkten verbessert. Ein schwacher Yen macht Produkte aus Japan auf dem Weltmarkt erschwinglicher. Bis vor kurzem war Japans Branchenprimus noch von einem Jahresnettogewinn in Höhe von 2,15 Billionen Yen ausgegangen.

Toyota rechnet aktuell mit einem durchschnittlichen Wechselkurs von 108 Yen zum Dollar und 121 Yen zum Euro für das Gesamtjahr, verglichen mit seiner früheren Prognose, die noch von einem Durchschnittskurs von 107 Yen zum Dollar und 118 Yen zum Euro ausging.

Der Umsatz dürfte sich auch nach der neuen Prognose zum Bilanzstichtag wie bislang erwartet auf 29,5 Billionen Yen belaufen, hieß es. In den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahrs stieg der Umsatz um 1,6 Prozent auf 22,83 Billionen Yen.

Vier China-Werke stehen still

Ernste Sorgen bereiten dem Unternehmen die erwarteten Epidemie-Folgen. Toyota bleibe nichts anderes übrig, als die gegenwärtige Entwicklung genau zu beobachten, hieß es mit Blick auf das Coronavirus. Toyota hatte vergangene Woche beschlossen, den Betriebsbeginn von vier Werken in China auf nach dem chinesischen Neujahr zu verschieben. Dies geschehe wegen des Ausbruchs des Virus und aufgrund einer Anordnung der Behörden, hieß es.

Man könne noch immer nicht entscheiden, wann die Werke in China wieder hochgefahren werden können, erklärte Toyota-Manager Masayoshi Shirayanagi. Man sei dabei einzuschätzen, ob die Störung der Teilebeschaffung aus China die Fertigung in anderen Märkten beeinflusse.

In den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres war der Nettoertrag von Toyota um 41,4 Prozent auf 2,01 Billionen Yen gestiegen. Im laufenden Geschäftsjahr will Toyota, zu dem der Kleinwagenspezialist Daihatsu und der Nutzfahrzeughersteller Hino Motors gehören, weltweit 10,73 Millionen Fahrzeuge absetzen, 30.000 mehr als bisher geplant.

Quelle: ntv.de, ftü/dpa