Wirtschaft

Kursrutsch bei Mutter & Tochter Siltronic schicken Wacker auf Talfahrt

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Siltronic kann mit seinem Geschäftsbericht nicht überzeugen.

(Foto: picture-alliance/ dpa/dpaweb)

Wacker Chemie liefert Zahlen im Rahmen, die Tochter Siltronic bleibt dagegen hinter den Erwartungen zurück: Die Aktienkurse beider Unternehmen fallen deutlich. Der Grund ist simpel.

Mit Verkäufen haben Anleger auf die Geschäftszahlen des Chipindustrie-Zulieferers Siltronic und des Großaktionärs Wacker Chemie reagiert. Erstere gehörten mit einem Kursminus von bis zu 7,1 Prozent zu den größten Verlierern im TecDax. Wacker verloren zeitweise 6,2 Prozent und waren damit Schlusslicht im MDax. Zum Handelsende betrugen die Abschläge bei Siltronic und Wacker noch 1,6 und 2,8 Prozent.

Das Quartalsergebnis von Siltronic sei hinter den Erwartungen zurückgeblieben, sagte ein Börsianer. Dies gelte trotz der leichten Anhebung auch für den Gesamtjahresausblick.

Der Anbieter von Siliziumscheiben für die Chip-Industrie steigerte den Umsatz zum Jahresauftakt um 17 Prozent. Die operative Marge verdoppelte sich auf 20,5 von 10,7 Prozent. Für das Gesamtjahr peilt die Firma nun Erlöse von mindestens 1,06 Milliarden Euro und eine Gewinnspanne von 23 Prozent oder mehr an.

Wacker bleiben im Rahmen

Der Spezialchemie-Konzern Wacker habe zwar ein Quartalsergebnis im Rahmen der Erwartungen vorgelegt, urteilte DZ Bank-Analyst Peter Spengler. Er bemängelte aber das unter fallenden Preisen und einer schleppenden Nachfrage leidende Geschäft mit hochreinem Silizium: "Unsere Ergebnisprognose für 2017 könnte etwas zu hoch sein."

Im abgelaufenen Quartal steigerte Wacker den Konzernumsatz um acht Prozent auf gut 1,22 Milliarden Euro. Die Silizium-Sparte verbuchte dagegen ein Minus von zwei Prozent. Der Gewinn von Wacker vervielfachte sich dank des Teilausstiegs bei Siltronic auf 666 Millionen von 16 Millionen Euro.

Quelle: n-tv.de, bad/rts