Wirtschaft

Pannen-Rechnung zeigt So viel kostet Steuerzahler der BER

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Der BER wird nach Frankfurt und München der drittgrößte deutsche Flughafen sein.

(Foto: picture alliance/dpa)

Nach 13 Jahren Bauzeit und neun Jahren Verspätung soll der BER im Oktober 2020 endlich eröffnen. Seit dem ersten Spatenstich haben sich die Kosten mehr als verdreifacht. Steuerzahler haben schon eine extrem hohe Summe gezahlt, wie jetzt aufgedeckt wird.

Der Pannen-Flughafen BER wird bis zu seiner geplanten Eröffnung im Oktober 2020 knapp 7,1 Milliarden Euro kosten. Das haben Recherchen des "Tagesspiegel am Sonntag" ergeben. Von dieser Summe leistet Berlin von 2005 bis 2019 aus dem Berliner Landeshaushalt einen Beitrag von insgesamt 1,084 Milliarden Euro.

Davon wurden 674 Millionen Euro als Kapitalzuführung und 410 Millionen Euro als Gesellschafterdarlehen an die Flughafengesellschaft Berlin Brandenburg (FBB) ausgezahlt. Als Miteigentümer hält Berlin 37 Prozent der FBB-Anteile. Gleiches gilt für Brandenburg, während der Bund sich mit 26 Prozent beteiligt.

Im aktuellen Businessplan der FBB, der dem "Tagesspiegel" vorliegt, geht die Gesellschaft von Gesamtkosten in Höhe von 5,932 Milliarden Euro aus. Darin enthalten sind aber keine Zinsen und Kredit-Tilgungen. Seit 2005, als das Bauprojekt nach der Planfeststellung offiziell gestartet wurde, weisen die Geschäftsberichte des Unternehmens rund 1,1 Milliarden Euro solcher Finanzierungskosten aus. Einschließlich dieser Ausgaben ergibt sich nach Berechnungen des "Tagesspiegel" nun eine Summe von 7,1 Milliarden Euro.

Für den schon jetzt notwendigen weiteren Ausbau des Flughafens bis 2030 für 48 Millionen Passagiere geht die Flughafengesellschaft "weiterhin von 2,3 Milliarden Euro Kosten aus". Das teilte die FBB der Tageszeitung auf Anfrage mit. In einem ersten Finanzierungskonzept für den BER hatte der Aufsichtsrat im Jahr 2004 die gesamten Bau- und Planungskosten auf lediglich 1,983 Milliarden Euro beziffert.

Quelle: n-tv.de, jki

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