Wirtschaft

Umsatz steigt deutlich Spotify gewinnt mehr Nutzer - und macht Verluste

Spotify.jpg

Das Interesse an Podcasts sei einer der Treiber des Umsatzes, hieß es von Spotify.

(Foto: picture alliance / Mikko Stig/Le)

Was die Nutzerzahl betrifft, blickt Spotify auf erfolgreiche Monate zurück. Bei den aktiven Hörern und Abo-Kunden kann sich der Streaming-Riese über Zuwächse freuen. Während auch der Umsatz höher ausfällt als erwartet, stehen unterm Strich jedoch Verluste in dreistelliger Millionenhöhe.

Der Musikstreaming-Dienst Spotify kann trotz der unsicheren Wirtschaftslage mehr Nutzer gewinnen - nimmt dafür aber rote Zahlen in Kauf. Im zweiten Quartal fiel ein Verlust von 125 Millionen Euro nach schwarzen Zahlen von 131 Millionen Euro ein Jahr zuvor an. Ein Faktor waren um 40 Prozent gestiegene Marketing-Kosten von 391 Millionen Euro.

Spotify
Spotify 75,72

Der Umsatz stieg im Jahresvergleich um 23 Prozent auf 2,86 Milliarden Euro, wie Spotify mitteilte. Analysten hatten mit 2,8 Milliarden Euro gerechnet. Ein Treiber des Anstiegs sei das Interesse an Podcasts und eine Rekordzahl an Hörern in diesem Segment, erklärte Spotify.

Die Gesamtzahl der mindestens ein Mal im Monat aktiven Nutzer stieg binnen drei Monaten von 422 auf 433 Millionen. Bei den Abo-Kunden gab es ein Plus von 6 Millionen auf 188 Millionen. Dabei verdaute Spotify auch locker den Ausstieg aus dem russischen Markt wegen des Angriffskriegs in der Ukraine. Der Dienst hatte in Russland nur 5 Millionen Nutzer insgesamt und 1 Million Abo-Kunden.

Für das laufende Vierteljahr rechnet der Musikstreaming-Marktführer mit einem Anstieg auf 194 Millionen Abo-Kunden und 450 Millionen Nutzer insgesamt. Zugleich erwartet der Dienst einen höheren operativen Verlust als im vergangenen Quartal.

Bei Vorlage der Quartalszahlen gab Spotify auch das Ende des Ausflugs ins Hardware-Geschäft mit dem Gerät "Car Thing" bekannt, einer Art Musikplayer für das Auto. Mit dem Ausstieg ist eine einmalige Belastung von 31 Millionen Euro verbunden. Die Spotify-Aktie legte im vorbörslichen US-Handel zeitweise um rund 7 Prozent zu.

Quelle: ntv.de, mbe/dpa/rts

ntv.de Dienste
Software
Social Networks
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.
Nicht mehr anzeigen