Wirtschaft

Diesel bis zu sieben Cent runterSpritpreise sinken weiter deutlich

10.04.2026, 11:24 Uhr
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Autofahrer können hoffen. (Foto: IMAGO/Rene Traut)

Tanken ist immer noch sehr viel teurer als vor Beginn des Iran-Kriegs. Doch womöglich hat die Trendwende begonnen. Der Ölpreis zeigt allerdings noch keine klare Richtung.

Die Spritpreise haben den dritten Tag in Folge deutlich nachgegeben. Diesel war am frühen Morgen im Bundesschnitt sieben Cent günstiger als am Vortag, wie die Auswertung von ntv.de zeigt. Am Mittag betrug die Differenz noch etwa vier Cent. Superbenzin der Sorte E10 verbilligte sich in den ersten Stunden des Tages um drei Cent, am Mittag betrug der Abstand immerhin noch mehr als einen Cent.

Im Tagesdurchschnitt des Donnerstags war der Dieselpreis um 7,3 Cent auf 2,346 Euro pro Liter gesunken, wie der ADAC mitteilte. E10 verbilligte sich um 4,3 Cent auf 2,112 Euro pro Liter. Seit dem Absturz des Ölpreises in der Nacht auf Mittwoch hatte Diesel damit um 10,1 Cent pro Liter nachgegeben, E10 um 7,6 Cent. Experten hatten erwartet, dass es einige Zeit dauern wird, bis der niedrigere Ölpreis an den Zapfsäulen ankommt. Dies steht teilweise auch in der Kritik - unter anderem, weil Preiserhöhungen in der Regel schnell weitergegeben würden.

Insgesamt ist Tanken auch nach den aktuellen Rückgängen noch sehr viel teurer als vor Kriegsbeginn Ende Februar. Bei Diesel waren es am Donnerstag noch 60 Cent mehr, bei Superbenzin gut 33 Cent.

Vizekanzler Lars Klingbeil hat auch deswegen zu einem Energiepreis-Krisengipfel eingeladen. Der SPD-Chef hatte zuletzt angeregt, die Bürger gezielt, zum Beispiel über eine Mobilitätsprämie, zu entlasten und das über eine Übergewinnsteuer quasi von den Energiekonzernen finanzieren zu lassen. Außerdem wirbt er für einen flexiblen Preisdeckel für Sprit.

Ölpreis bewegt sich kaum

Bundeskanzler Friedrich Merz hatte Bürgern und Unternehmen am Donnerstag keine schnellen Entlastungen wegen der hohen Spritpreise in Aussicht gestellt. Die Bundesregierung sei "in engstem Dialog", man solle aber nicht mit kurzfristigen Entscheidungen rechnen, sagte der CDU-Chef.

Wie sich die Preise weiterentwickeln, dürfte in den nächsten Tagen aber vor allem davon abhängen, wie die Preise für Rohöl sind - und damit von der Situation im Nahen Osten. Vor den Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran bewegte sich der Ölpreis am Morgen wenig und blieb klar unter der Marke von 100 US-Dollar, nachdem er am Mittwoch nach Vereinbarung der Waffenruhe fast auf 90 Dollar gesunken war. Am Morgen kostete ein Fass der für Europa wichtigen Nordseesorte Brent mit Lieferung im Juni 96,76 US-Dollar und damit 0,9 Prozent mehr als am Vortag.

Quelle: ntv.de, chl/dpa

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