Wirtschaft

US-Investor steigt ein Stada steht unter Druck

6579482.jpg

Bei Stada wird derzeit aufgeräumt.

(Foto: picture-alliance / dpa/dpaweb)

Kann Stada seine Unabhängigkeit bewahren? Das dürfte sehr schwierig werden, denn der Einstieg des US-Investors Wyser-Pratte erhöht den Druck auf den Arzneimittelhersteller.

Der Einstieg des US-Investors Guy Wyser-Pratte bei Stada hat Übernahmespekulationen um den Arzneimittelhersteller wieder angefacht. Die Stada-Aktien legten kräftig zu und gehörten damit zu den größten Gewinnern im Nebenwerteindex MDax.

"Das erhöht den Druck auf Stada", urteilte Analyst Timo Kürschner von der LBBW. "Jetzt ist die Gerüchteküche natürlich am Brodeln. Mit jedem weiteren Hedgefonds dürfte es unwahrscheinlicher werden, dass Stada seine Unabhängigkeit verteidigen kann."

Nach Einschätzung von Thorsten Strauß von der NordLB nimmt der neue Vorstandschef Matthias Wiedenfels, der bei Stada derzeit aufräumt, den Forderungen der Investoren zwar damit etwas Wind aus den Segeln. "Aber ob das ausreicht, ist die Frage."

Der Vorstand sei "damit beschäftigt, die Unternehmensstrategie zu aktualisieren und konkrete Ziele und Zielstrukturen für die Zukunft zu definieren", heißt es in einem Reuters vorliegenden Brief von Wiedenfels und Finanzvorstand Helmut Kraft an die Belegschaft. Stada steht seit Wochen unter Druck.

Der Investor Active Ownership, der mit gut fünf Prozent eingestiegen ist, fordert eine Neubesetzung des Aufsichtsrats und Änderungen an der Führung des Unternehmens. Wyser-Pratte sagte dem "Handelsblatt", Stada habe seine Internationalisierung nicht energisch genug vorangetrieben. Er forderte einen Zusammenschuss mit einem internationalen Konkurrenten. Wyser-Pratte hat nach eigenen Angaben einen Aktienbestand von unter drei Prozent aufgebaut.

Quelle: ntv.de, wne/rts