Wirtschaft

Trotz dickem Umsatzplus Steuerreform verhagelt Alphabets Bilanz

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Google bleibt Alphabets Goldesel.

(Foto: dpa)

Eigentlich lief das Weihnachtsquartal für Alphabet mehr als zufriedenstellend. Trotzdem schrieb der Konzern, zu dem auch Google gehört, zuletzt tiefrote Zahlen. Eine Folge der US-Steuerreform.

Die Google-Mutter Alphabet hat wegen der Rückstellung auf Auslandsgewinne nach der US-Steuerreform einen Milliardenverlust im vergangenen Quartal verbucht. Der Dachkonzern musste zusätzlich 9,9 Milliarden Dollar (7,96 Mrd Euro) für die Einmal-Abgabe vormerken. Dadurch fielen unterm Strich rote Zahlen von gut drei Milliarden Dollar an. Der Umsatz stieg unterdessen im Jahresvergleich um 24 Prozent auf 32,3 Milliarden Dollar, wie Alphabet nach US-Börsenschluss mitteilte. Damit blieb das Unternehmen ein wenig unter den Erwartungen der Analysten. Die Aktie fiel im nachbörslichen Handel zeitweise um mehr als vier Prozent.

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Google zahlt immer mehr an andere Websites, die Nutzer auf Seiten des Internet-Konzerns weiterleiten. Während die eigenen Google-Werbeerlöse von 18 auf 22,2 Milliarden Dollar stiegen, überwies Google den Partnern 6,45 Milliarden Dollar. Das waren 24 Prozent mehr als vor einem Jahr. Das Anzeigengeschäft bleibt das wichtigste Standbein. Dabei gelingt es Google weiterhin, die niedrigeren Einnahmen pro Klick auf eine Online-Anzeige durch eine deutlich höhere Zahl der Klicks mehr als auszugleichen.

Es bleibt dabei, dass Google bei Alphabet das Geld verdient, während die anderen Projekte wie die Roboterwagen-Firma Waymo oder der Smarthome-Spezialist Nest unterm Strich Verluste schreiben. Google hat den operativen Gewinn von 7,9 Milliarden Dollar vor einem Jahr auf 8,8 Milliarden Dollar gesteigert. Das Minus der anderen Bereiche ist in diesem Zeitraum aber etwas gesunken, nämlich von rund 1,1 Milliarden Dollar auf 916 Millionen Dollar.

Quelle: ntv.de, ino/dpa