Wirtschaft

Verkauf erst nach 2020 Streetscooter könnte Milliarden wert sein

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Der Streetscooter findet viel Interesse, sorgt aber auch für hohe Anlaufverluste.

(Foto: REUTERS)

Ausgerechnet die Post ist mit ihrem Streetscooter weit in die reale Welt der Elektromobilität vorgestoßen. Für Post-Chef Appel könnte sich das auch finanziell noch lohnen, Analystenstimmen verheißen einiges.

Post-Chef Frank Appel hält eine Bewertung der E-Mobil-Sparte Streetscooter von mehreren Milliarden Euro für möglich. Das berichtet die "Wirtschaftswoche". "Einzelne Analysten haben berechnet, dass der Streetscooter mehrere Milliarden wert ist", sagte Appel dem Magazin. Die Post selbst habe zwar nie eine Zahl in den Mund genommen. Aber an dem Kleintransporter mit Elektromotor gebe es "sehr viel Interesse, aus Deutschland und dem Ausland, von privaten Investoren und auch strategischen", so Appel.

Der Streetscooter wurde 2010 gegründet. Bis mindestens 2020 will die Post das Elektro-Transportfahrzeug selbst produzieren. "Wir prüfen währenddessen natürlich, wie wir am erfolgreichsten sein können - ob wir dazu einen Partner brauchen oder ob wir das alleine können", sagte Appel der "Wirtschaftswoche".

Zuletzt hatte er bereits gegenüber der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" angekündigt, dass die Post auf Dauer kein Autohersteller sein wolle. Es gebe "alle möglichen Optionen". Neben einem Börsengang komme auch ein Verkauf an strategische Investoren oder die Beteiligung von Partnern in Frage.

Wegen der hohen Nachfrage von anderen Unternehmen hatte die Post die Produktion ihres Elektrotransporters erst Ende Mai hochgefahren und ein zweites Werk mit 250 Arbeitsplätzen im nordrhein-westfälischen Düren eröffnet. Dort und am ersten Standort in Aachen sollen künftig bis zu 20.000 Fahrzeuge pro Jahr gebaut werden. Das wären doppelt so viele wie bisher. Die höheren Anlaufkosten für die beschleunigte Produktion sorgen allerdings dafür, dass der Bereich Corporate Incubations in diesem Jahr einen operativen Verlust von etwa 70 Millionen Euro machen wird.

Quelle: n-tv.de, sba/AFP

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