Wirtschaft
Die erste Schätzung für das Wachstum des ersten Quartals soll am 15. Mai veröffentlicht werden.
Die erste Schätzung für das Wachstum des ersten Quartals soll am 15. Mai veröffentlicht werden.(Foto: picture alliance / Guido Kirchne)
Montag, 23. April 2018

Monatsbericht der Bundesbank : Streiks und Grippewelle dämpfen Konjunktur

Im vierten Quartal 2017 wächst die deutsche Wirtschaft noch um 0,6 Prozent. Nach dem Jahreswechsel schwächt sich das Tempo laut Bundesbank deutlich ab. Die Zentralbank will die Entwicklung aber nicht überbewerten.

Die deutsche Wirtschaft hat nach Ansicht der Bundesbank ihr Wachstumstempo zu Jahresbeginn wohl deutlich gedrosselt. Das Plus beim Bruttoinlandsprodukts (BIP) könnte im ersten Vierteljahr "spürbar niedriger ausgefallen sein" als in den Vorquartalen, teilte die deutsche Zentralbank in ihrem Monatsbericht mit. Die Hochkonjunktur halte zwar an. Entgegen den bisherigen Erwartungen dürfte das Verarbeitende Gewerbe den Bundesbank-Volkswirten zufolge jedoch allenfalls geringfügig zum Wachstum beigetragen haben.

"Mit Blick auf die niedrige Erzeugung im Februar dürften die Streiks in der Metall- und Elektroindustrie sowie die ungewöhnlich starke Grippewelle eine Rolle gespielt haben", heißt es in dem Bericht. Die Krankheitswelle dürfte demnach auch die Entwicklung in anderen Branchen beeinträchtigt haben. Die Auftragslage in der Industrie sei aber nach wie vor "sehr gut", und auch im Baugewerbe mangele es nicht an neuen Aufträgen.

Im vierten Quartal 2017 war die deutsche Wirtschaft um 0,6 Prozent gewachsen. Vergangenen Sommer lag das Plus sogar bei 0,7 Prozent. Eine erste Schätzung des Statistischen Bundesamtes zum Bruttoinlandsprodukt für das erste Quartal soll am 15. Mai veröffentlicht werden.

Quelle: n-tv.de