Wirtschaft

Kunden gehen leer aus Strom bleibt trotz Steuersenkung teuer

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Für Stromkunden lohnt sich die bis Ende des Jahres geltende Steuersenkung nicht.

(Foto: Peter Steffen/dpa)

Beim Einkaufen, Telefonieren oder an der Zapfsäule - seit Juli profitieren Verbraucher von einer Senkung der Mehrwertsteuer. Jedoch nur, wenn die Anbieter die günstigeren Preise an die Käufer weitergeben. Bei den meisten Stromkunden kommen sie bislang nicht an.

Bei vielen Verbrauchern schlägt sich die Entlastung bei der Mehrwertsteuer nicht in den Stromabrechnungen nieder. In der Grundversorgung sind die Strompreise seit Jahresbeginn um 3,5 Prozent auf 33,66 Cent pro Kilowattstunde gestiegen, wie das Verbraucherportal Verivox mitteilte. Durch die reduzierte Mehrwertsteuer sank der Strompreis im Juli zwar auf 32,81 Cent pro Kilowattstunde. Er lag damit aber immer noch knapp ein Prozent höher als zu Jahresbeginn.

"Trotz überdurchschnittlich hoher Stromkosten in der Grundversorgung haben die Versorger im Jahresverlauf weiter kräftig an der Preisschraube gedreht", sagt Verivox-Energieexperte Thorsten Storck. Anders sei es bei Stromanbietern, die in Konkurrenz zu den Grundversorgern stehen.

Die günstigsten Tarife der Wettbewerber sind von Januar bis Juli bundesweit um 11 Prozent gesunken, unter Berücksichtigung der reduzierten Mehrwertsteuer sogar um 13 Prozent.

Die Bundesregierung senkte die Mehrwertsteuer ab 1. Juli um drei Prozentpunkte auf 16 Prozent, die reduzierte Steuer für Verbraucher gilt bundesweit befristet bis zum 31. Dezember. Das kann zu günstigeren Preisen führen, wenn die Händler die Absenkung an ihre Kunden weitergeben.

Quelle: ntv.de, cbr/DJ