Wirtschaft

Nach schlechter Ernte 2017 Super-Sommer bringt 30 Prozent mehr Wein

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Qualität und Menge der Trauben stimmen die Winzer in diesem Jahr glücklich.

(Foto: dpa)

Die warmen Temperaturen sorgen in diesem Jahr nicht nur für einen guten Jahrgang und den frühsten Beginn der Weinlese in Deutschland aller Zeiten. Die Winzer holen auch deutlich mehr Trauben von den Reben. Das gilt vor allem für die liebste Rebsorte der Deutschen.

Das warme und sonnige Wetter hat den Winzern in Deutschland in diesem Jahr eine deutlich größere Ernte als üblich eingebracht. Ersten Schätzungen des Statistischen Bundesamtes zufolge rechnen die deutschen Winzer mit 9,75 Millionen Hektolitern Wein, das sind 30 Prozent mehr als 2017. Allerdings war die Ernte im vergangenen Jahr mit 7,51 Millionen Hektolitern dürftig - der Spätfrost im April hatte damals Schäden in den Weinbergen angerichtet. Aber auch im Vergleich zum Mittel der Jahre 2012 bis 2017 fällt die diesjährige Weinernte gut aus. Sie dürfte rund eine Million Hektoliter mehr betragen. Bei der Qualität der Weine gehen die Winzer bisher ebenfalls von einem guten bis sehr guten Jahrgang aus.

Zwei Drittel der Erntemenge steuern der Schätzung zufolge die drei großen Weinanbaugebiete Rheinhessen mit 2,8 Millionen, die Pfalz mit 2,4 Millionen und Baden mit 1,4 Millionen Hektolitern bei. Ein Viertel der Menge kommt aus den drei Anbaugebieten Württemberg (1,1 Millionen Hektoliter), Mosel (800.000) und Franken (450.000).

Die beliebteste deutsche Rebsorte - der Riesling - legt in diesem Jahr im Vergleich zum Vorjahr bei der Ernte kräftig um knapp 557.000 auf 2,1 Millionen Hektoliter zu. Das entspricht einem Plus von 37 Prozent. Zuwächse gibt es der Schätzung zufolge auch bei anderen weißen Sorten: Die Menge beim Müller-Thurgau etwa nimmt nach der Prognose um 35 Prozent auf 1,3 Millionen Hektoliter zu, beim Grauburgunder um 22 Prozent auf rund 526.000 Hektoliter.

Auch bei roten Rebsorten können die Winzer mit größeren Mengen rechnen. Der Blaue Spätburgunder etwa kommt voraussichtlich auf eine Erntemenge von rund eine Million Hektoliter, das sind etwa 30 Prozent mehr als im Vorjahr.

Quelle: ntv.de, ftü/dpa

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