Wirtschaft

Auch 2021 Milliardenverlust TUI erwartet für Sommer Rückkehr aus Krise

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Im Sommer wurde wieder kräftig bei TUI gebucht. Trotzdem landet der Konzern auch 2021 im Minus.

(Foto: picture alliance / Markus Mainka)

Nach einem desaströsten ersten Corona-Jahr ziehen die Buchungen bei TUI im Sommer wieder deutlich an. Doch trotz Milliardenumsatz schreibt der Konzern auch 2021 tiefrote Zahlen. Wenn die Prognosen zutreffen, sollen sich die Buchungen in der nächste Sommersaison wieder vom Corona-Schock erholen.

Die Erholung des Tourismus vom Corona-Schock im Sommer hat den Reisekonzern TUI nicht vor einem Verlust im letzten Quartal seines Geschäftsjahres 2021 bewahrt. Im saisonal normalerweise stärksten Zeitraum von Juli bis September erzielte der weltweit größte Reiseveranstalter zwar 3,5 Milliarden Euro Umsatz und damit fast drei Mal soviel wie im Vorjahreszeitraum. Operativ fiel aber ein Verlust von 97 Millionen Euro an, wie das Unternehmen mitteilte.

TUI-Chef Fritz Joussen sprach dennoch von einer erfolgreichen Sommersaison mit einer deutlichen Erholung. Denn vor Jahresfrist hatte TUI einen operativen Verlust von gut einer Milliarde Euro gemacht. "Die übergeordneten Trends sind intakt", erklärte Joussen. "Wir erwarten für den Sommer 2022 und die Hauptreisezeit die Rückkehr zu einem Buchungsniveau in etwa wie vor Corona 2019."

Im Gesamtjahr schrieb TUI unter dem Strich einen Nettoverlust von knapp 2,5 Milliarden Euro bei 4,7 Milliarden Euro Erlös. Der Umsatz ging damit um 40 Prozent gegenüber dem Geschäftsjahr 2020 zurück, der Konzernverlust war damals mit 3,1 Milliarden Euro aufgrund der Corona-Krise aber noch höher. TUI-Aktien hatten sich zuletzt nach wochenlanger Talfahrt, die mit der anschwellenden vierten Corona-Infektionswelle im Herbst und dem Aufkommen der neuen Covid-Variante Omikron einherging, etwas erholt.

Verschärfungen von noch nicht lange gelockerten Reisebeschränkungen etlicher Länder im Kampf gegen die Pandemie dämpften Hoffnungen auf ein baldiges Ende der Corona-Krise. TUI erklärte, die reduzierten Kapazitäten im laufenden ersten Quartal seien fast vollständig gebucht. Das entspreche 69 Prozent des Vorkrisenniveaus.

Quelle: ntv.de, jhe/rts

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