Wirtschaft

Verlust kaum verringert TUI schraubt Sommerangebot zurück

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Ein Grund für das schlechte Sommergeschäft seien die späten Lockerungen in Großbritannien.

(Foto: picture alliance/dpa)

Im Zuge der Corona-Pandemie muss dem Reiseunternehmen TUI mit Staatsmitteln aus der Patsche geholfen werden. Der Konzern wartet seitdem auf bessere Zeiten, denn auch die neuesten Quartalszahlen machen kaum Hoffnung. TUI versucht nun, mit einem reduzierten Angebot zu retten, was zu retten ist.

Der weltgrößte Reisekonzern TUI rechnet nach einem weiteren Verlustquartal mit einem schwächeren Sommergeschäft als bislang. Der Reiseveranstalter reduzierte allerdings die angebotene Kapazität in den Sommermonaten auf 60 Prozent des Vorkrisenprogramms von 2019.

Im Mai hatte TUI-Chef Fritz Joussen noch 75 Prozent angepeilt. Allerdings berichtete TUI von einem starken Buchungsanstieg in den vergangenen Wochen. Grund ist vor allem das späte Anziehen des Geschäfts mit Kunden in Großbritannien, neben Deutschland der wichtigste Markt für TUI. Das Vereinigte Königreich lockerte erst Mitte Juli die Corona-Reisebeschränkungen und damit fast zwei Monate später als die Länder in Kontinentaleuropa.

"Die Kundennachfrage und Buchungsdynamik sind ungebrochen hoch, sobald staatliche Reiseeinschränkungen zurückgenommen werden", erklärte Joussen. Wenn der Staat eingreife und damit die unternehmerische Freiheit beschränke, zeige sich das an den Buchungen. Insgesamt zählt der Konzern bisher rund 4,2 Millionen Buchungen für den Sommer. Die Preise lägen dabei im Schnitt neun Prozent höher als im Sommer 2019. Der Umsatz erholte sich auf 650 Millionen Euro.

Im abgelaufenen Quartal konnte TUI den Verlust zwar deutlich eindämmen. Mit 935 Millionen Euro lag das Minus aber nur gut ein Drittel niedriger als im ersten Corona-Lockdown ein Jahr zuvor. Damals war das Geschäft wegen der Reisebeschränkungen fast vollständig zusammengebrochen.

Quelle: ntv.de, jru/dpa/rts

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