Wirtschaft

"Kein kommerzieller Betrieb" Tegel soll BER nicht überleben

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Die in Berlin regierende SPD schließt eine Parallelbetrieb der Flughäfen Tegel und BER aus.

(Foto: picture alliance/dpa)

In einem Jahr soll endlich der neue Hauptstadtflughäfen öffnen. Man sei noch nie so weit gewesen wie derzeit, sagt Berlins Finanzsenator Kollatz. Damit seien unwiderruflich auch Tegels Tage gezählt.

Der Berliner Flughafen Tegel soll unmittelbar nach der für Oktober 2020 geplanten Eröffnung des neuen Hauptstadt-Airports BER schließen. "Es wird so sein, dass nach dem Umzug, der innerhalb von einer oder zwei Wochen stattfinden wird, kein kommerzieller Betrieb mehr in Tegel stattfindet", sagte Finanzsenator Matthias Kollatz im Abgeordnetenhaus. Ein zeitweise paralleler Flugbetrieb sei nicht vorgesehen.

Wie zuletzt auch Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup legte sich Kollatz noch nicht auf einen genauen BER-Eröffnungstermin fest. Er verwies auf die laufenden Tüv-Prüfungen im Hauptterminal, die kurz vor dem Abschluss stünden. "Wenn sie erfolgreich abgeschlossen werden können, dann ist der Flughafen im Kern fertig", sagte er. Dann werde das Datum für die Eröffnung bekanntgegeben: "Ein oder zwei Wochenenden werden das sein", so Kollatz. "Wir sind so weit gekommen, wie wir noch nie waren", betonte er.

Nach den sogenannten Wirkprinzipprüfungen, die vor dem Abschluss stünden, seien in den kommenden Monaten noch weitere Prüfungen zur Vorbereitung des operativen Betriebs geplant. Dazu gehöre die Simulation eines Flugbetriebs am Boden mit Komparsen. Technikprobleme, Baumängel und Planungsfehler hatten den Start des neuen Flughafens BER seit 2011 immer wieder hinausgezögert. Der Finanzrahmen wuchs seit Baubeginn 2006 von zwei Milliarden auf 6,5 Milliarden Euro.

Quelle: n-tv.de, jwu/dpa

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