Wirtschaft

US-Tochter schiebt T-Aktie an Telekom mausert sich zum Dax-Topwert

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Die T-Aktie klettert über die 15-Euro-Marke.

(Foto: picture-alliance / dpa/dpaweb)

Wachstum satt und dazu noch profitabel: T-Mobile US zeigt, wie es geht – und hilft damit auch den Aktien der Deutschen Telekom deutlich auf die Sprünge.

Die Titel der Deutschen Telekom haben sich an die Spitze der Gewinner im deutschen Börsenleitindex Dax gesetzt. Die Aktien kletterten über die 15-Euro-Marke und legten knapp 4 Prozent zu. Als Grund verwiesen Marktteilnehmer auf die bereits zum Wochenstart veröffentlichten guten Zahlen der US-Tochter T-Mobile US.

T-Mobile US hatte den Gewinn dank eines anhaltenden Kundenzustroms mehr als verdoppelt. Das Ergebnis stieg unter dem Strich auf 366 Millionen Dollar von 138 Millionen vor einem Jahr. Der drittgrößte US-Mobilfunkanbieter lockte im dritten Quartal unter dem Strich zwei Millionen Kunden an. Im lukrativen Geschäft mit Vertragskunden betrug das Plus knapp 970.000 Kunden.

AT&T-Jäger

Für das Gesamtjahr geht das Management hier nun von bis zu 3,9 Millionen zusätzlichen Kunden aus, mehr als bislang angepeilt. Auch die Prognose für den operativen Gewinn hob das Unternehmen an. Die T-Mobile-US-Aktie stieg um mehr als sieben Prozent auf ein Neun-Jahres-Hoch.

T-Mobile US und der Rivale Sprint jagten den beiden Marktführern AT&T und Verizon zuletzt Hunderttausende Kunden ab. Firmenchef John Legere sanierte das Unternehmen mit milliardenschwerer Hilfe vom Bonner Mutterkonzern und frechen Marketing-Auftritten. Die Deutsche Telekom hält noch zwei Drittel der Anteile.

"Das unterstreicht, dass die Telekom hier ein richtiges Schätzchen im Portfolio hat", sagte ein Händler. Vor allem gefalle, dass am US-Markt steigende Gewinne bei gleichzeitig steigendem Marktanteil erzielt werden könnten. T-Mobile-Aktien hatten in den USA zum Wochenstart satte 9,5 Prozent zugelegt. Das gehe nun auch an der Telekom nicht spurlos vorüber, zumal der Wer am Montag einen Teil seiner Kursgewinne wieder abgegeben habe, hieß es am Markt.

Quelle: ntv.de, bad/DJ/rts