Wirtschaft

Prototyp aus Autoteilen Tesla stellt Beatmungsgerät auf Youtube vor

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Tesla-Chef Musk nannte die Herstellung von medizinischem Gerät ein Kinderspiel für seine Unternehmen.

(Foto: REUTERS)

Die USA sind mittlerweile das Epizentrum der Coronavirus-Pandemie. Es mangelt vor allem an medizinischer Ausrüstung. Tesla liefert mit seinem Beatmungsgerät aus Autoteilen einen Hoffnungsschimmer.

Hoffnung in der Corona-Krise: Der Autobauer Tesla hat auf Youtube den Prototypen eines Beatmungsgeräts aus Autoteilen vorgestellt. Das Unternehmen von Elon Musk hatte vor zwei Wochen angekündigt, seine Produktion auf medizinische Geräte umzustellen. Besonders in den USA mangelt es an Beatmungsgeräten für Patienten, die an der Lungenkrankheit Covid-19 leiden.

Laut einem der Ingenieure ist das Design der Beatmungsgeräte den Tesla-Autoteilen geschuldet. Das Unternehmen werde nun vorhandene Lagerbestände umstellen und die Geräte produzieren. Der Zeitplan für die Produktion wurde im Video nicht angegeben. "Es gibt noch viel zu tun, aber wir geben unser Bestes, um sicherzustellen, dass wir einigen Menschen da draußen helfen können", sagte ein Ingenieur.

Tesla war das erste Unternehmen, das sich bereiterklärte, medizinische Geräte zu bauen. "Wir stellen Beatmungsgeräte her, wenn es einen Mangel gibt", schrieb Musk in einem Tweet. Er nannte die Herstellung von medizinischem Gerät ein Kinderspiel für seine Unternehmen. "Tesla stellt Autos mit hoch entwickelten Klimaanlagen her. SpaceX stellt Raumfahrzeuge mit lebenserhaltenden Systemen her. Beatmungsgeräte sind da nicht schwierig", so Musk.

Musk hatte zuvor über 1000 Beatmungsgeräte in China gekauft, um sie an US-Krankenhäuser zu verteilen. Die von der US-Behörde FDA geprüften Beatmungsgeräte sollen aber laut "The Week" nicht stark genug gewesen sein, um Covid-19-Patienten zu versorgen. Technische Probleme gibt es laut "New York Times" auch bei den Beatmungsgeräten, die von der US-Regierung freigegeben wurden - sind über 2000 Geräte der Regierungsreserve seien nicht einsatzfähig.

Die USA sind mittlerweile das Epizentrum der Coronavirus-Pandemie. Die Gesamtzahl der Todesopfer stieg zuletzt auf 9633. Die Zahl der verzeichneten Infektionsfälle wuchs auf mehr als 337.200.

Quelle: ntv.de, mba