Wirtschaft

Im Handelskrieg mit China Trump dämpft Hoffnung auf Strafzoll-Abbau

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Die USA und China liefern sich seit mehr als einem Jahr einen Handelskrieg, der in beiden Ländern zu einer Verlangsamung des Wirtschaftswachstums geführt hat.

(Foto: picture alliance / dpa)

Äußerungen der chinesischen Seite erwecken den Eindruck, die USA und China hätten sich im Handelsstreit darauf verständigt, bestehende Strafzölle schrittweise zurückzunehmen. US-Präsident Trump stellt jetzt klar: Vor Abschluss eines Abkommens wird es dazu nicht kommen.

Im Handelsstreit mit China ist US-Präsident Donald Trump nicht bereit, vor Abschluss eines Abkommens die verhängten Zölle schrittweise abzubauen. Trump erklärte, die Regierung in Peking wolle dies zwar, er habe dem aber nicht zugestimmt. China sei stärker an einem Abkommen interessiert als die USA. Trump betonte, das Abkommen solle in den USA unterzeichnet werden. Als möglichen Ort für eine gemeinsame Unterzeichnung mit Chinas Präsident Xi Jinping nannte er erneut den ländlich geprägten US-Bundesstaat Iowa.

Am Donnerstag hatte ein US-Regierungsvertreter chinesische Angaben bestätigt, wonach es eine Übereinkunft im Handelsstreit zwischen den beiden größten Volkswirtschaften der Welt gibt. Beide Seiten hätten sich geeinigt, als Teil einer ersten Phase eines Handelsabkommens die Zollschraube zurückzudrehen, sagte er in Washington.

Ein Sprecher des Handelsministeriums in Peking hatte gesagt, die USA und China wollten Zölle schrittweise zurücknehmen. Details blieben noch unklar. Diese Übereinkunft soll aber im Weißen Haus teils auf heftigen internen Widerstand gestoßen sein.

Die USA und China liefern sich seit mehr als einem Jahr einen Handelskrieg, der in beiden Ländern zu einer Verlangsamung des Wirtschaftswachstums geführt hat und die Weltkonjunktur bremst. Beide Seiten haben einander mit immer neuen Strafzöllen überzogen, während parallel Gespräche über ein Handelsabkommen laufen. Im Oktober hatte Trump eine grundsätzliche Einigung auf ein Teilabkommen verkündet und eine Unterzeichnung Mitte November in Aussicht gestellt.

Quelle: n-tv.de, jki/rts/dpa

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