Wirtschaft

US-Standorte im Blick Trump macht Japans Autobauern Druck

75d3af2f4c8e50c3923fec900b29e625.jpg

Donald Trump stört sich am japanischen Überschuss in der bilateralen Handelsbilanz.

(Foto: dpa)

Donald Trump hat sich den Abbau des US-Handelsdefizits auf die Fahnen geschrieben. Der US-Präsident drängt nun auch Japans Autohersteller, sich stärker in den Vereinigten Staaten zu engagieren.

US-Präsident Donald Trump verlangt von Japans Autobauern eine Stärkung der Produktion in den Vereinigten Staaten. Diese Forderung habe Trump bei seinem jüngsten Treffen mit dem japanischen Ministerpräsidenten Shinzo Abe bekräftigt, sagte der US-Botschafter in Japan, William Hagerty.

Toyota
Toyota 54,01

In dem Gespräch sei es um die Ankündigungen von Autoherstellern wie Toyota gegangen, mehr Geld in amerikanische Standorte zu investieren. Es seien weitere Anstrengungen in diese Richtung nötig, ergänzte er. Trump selbst sagte auf einer Wahlkampfveranstaltung, Abe habe die japanischen Investitionen in neue Autofabriken in den USA auf 40 Milliarden Dollar beziffert. Einen Zeitrahmen dafür nannte er nicht.

Trump stört sich an Japans Überschuss in der Handelsbilanz mit den USA, der vor allem auf die Autolieferungen aus dem asiatischen Land zurückgeht. Vor diesem Hintergrund vereinbarten beide Staaten im September neue Handelsgespräche. Solange die Verhandlungen laufen, sollen keine zusätzlichen Zölle auf japanische Autoimporte erhoben werden. Auf solche Einfuhren drohen Sonderabgaben in Höhe von bis zu 25 Prozent.

Zuletzt äußerte Trump sich zuversichtlich, dass er bei seinem Japan-Besuch Ende Mai einen Handelsdeal besiegeln kann. Beim kürzlichen Treffen mit Abe verwiesen beide allerdings auch auf Differenzen, die noch auszuräumen seien.

Quelle: n-tv.de, wne/rts

Mehr zum Thema